Thema Rente: Wann werden wir das endlich von den USA lernen?

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nachdenklicher Mann prüft Unterlage

Das Thema Rente ist hierzulande eher negativ konnotiert. Obwohl diese Lebensphase eigentlich positiv ans Erwerbsleben anknüpfen soll, prägen Begriffe wie Altersarmut und Rentenlücke die Realität. Für manche, vielleicht sogar für viele, ist die Rente daher zu einer Belastung geworden.

Natürlich gibt es Möglichkeiten, um vorzusorgen. Trotzdem stelle ich mir eine Frage: Wann lernen wir endlich von den USA? Wann erhalten wir vonseiten der Politik endlich die gesetzgeberische Unterstützung, um selbst effektiver vorzusorgen? Wenn du mich fragst, könnte das ein Wendepunkt sein, der diesem Thema einen ordentlichen Kick gibt.

Thema Rente: Das Beispiel der USA

Vielleicht fragst du dich gerade: Was machen die USA denn besser beim Thema Rente als wir hierzulande? Vermutlich eine Menge auch nicht, das Sozialsystem steht ebenfalls nicht selten in der Kritik. Allerdings gibt es einen Anknüpfungspunkt, um den ich die US-Amerikaner regelrecht beneide.

Bestimmt sind dir hin und wieder schon einmal Begriffe wie 401k begegnet. Oder auch andere Varianten und Altersvorsorgesysteme. Genau diese Dinge sind es, die ich mir hierzulande ebenfalls wünschen würde. Es handelt sich nämlich, sehr einfach ausgedrückt, um ein System, wie man einen Teil seines Einkommens steuerprivilegiert für den Ruhestand beiseitelegen kann.

Im Jahr 2018 sind das beispielsweise 18.500 US-Dollar gewesen, die jeder Erwerbstätige im Rahmen eines solchen Programms für seine Rente weglegen konnte. Das Ziel ist klar definiert, nämlich das Geld für die Altersvorsorge und Aktien, Aktienfonds, Mischfonds oder Rentenfonds zu investieren. Wobei das automatisiert geschieht, indem ein Teil des Geldes auf ein separates Konto zugeführt wird. Wie gesagt: Ohne Steuern auf diesen Anteil zu bezahlen.

Im Wesentlichen schafft das Anreize, für die Rente auf Aktien zum Vermögensaufbau zu setzen. Und das langfristig orientiert über viele Jahre, häufig sogar viele Jahrzehnte hinweg. Wir hingegen besitzen rudimentäre vermögenswirksame Leistungen oder veraltete, häufig kostenintensive Modelle, um privat vorzusorgen. Nicht gerade der beste Ansatz, wenn du mich fragst.

Auch im Sinne der sozialen Gerechtigkeit und mehr Partizipation von Aktien und Unternehmen würde ich es mir wünschen, dass wir einen steuerprivilegierten Ansatz für die Allgemeinheit wählen, der die richtigen Anreize setzt. Nicht nur dem Thema Rente und dem Vorbeugen der Altersarmut dürfte das langfristig guttun.

Werden wir es jemals lernen?

Wie gesagt: Nicht alles ist zwangsläufig gut, was aus den USA kommt. Beim Thema Rente beneide ich die US-Amerikaner mit den steuerprivilegierten 401k-Modellen und den anderen Formen. Mit Rendite kann die Altersvorsorge besser angegangen werden. Das haben die USA augenscheinlich vor einiger Zeit bereits verstanden.

Der Artikel Thema Rente: Wann werden wir das endlich von den USA lernen? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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