Thatcher wollte einst keinen Panda mit auf ihre USA-Reise nehmen

Ronald Reagan and Margaret Thatcher im Jahr 1985

Kein Herz für Tiere: Die damalige britische Premierministerin Margaret Thatcher hat sich Anfang der 80er geweigert, auf einem Flug nach Washington einen Panda mitzunehmen. Eine entsprechende Anfrage der Londoner Zoologischen Gesellschaft, die das Panda-Männchen in die USA ausleihen wollte, lehnte die "Eiserne Lady" ab, wie aus am Freitag veröffentlichten Dokumenten des britischen Nationalarchivs hervorgeht.

Im Januar 1981 stand Thatchers Antrittsbesuch bei dem soeben angetretenen US-Präsidenten Ronald Reagan an. Im Vorfeld bat die Washingtoner Forschunseinrichtung Smithsonian Institution um die Leihgabe aus London, um ihrem Pandaweibchen zwecks Fortpflanzung einen Partner an die Seite zu stellen - und der Präsident der Londoner Zoologischen Gesellschaft, Solly Zuckerman, sah darin die Möglichkeit einer öffentlichkeitswirksamen Aktion mit Unterstützung Thatchers.

Zuckerman habe vorgeschlagen, dass Thatcher doch den Panda "hinten" in ihrer Concorde mitnehmen könne - als Zeichen für die "besonderen Beziehungen" zwischen den USA und Großbritannien, hielt der britische Kabinettssekretär Robert Armstrong damals in seinen schriftlichen Aufzeichnungen fest.

Die "Eiserne Lady" konnte er allerdings nicht überzeugen: "Lord Z. weiß mehr über Pandas als ich - ich bin sicher, er kann diese Dinge regeln", kommentierte sie das Ansinnen in einer handschriftlichen Notiz. Ihr Privatsekretär unterrichtete Zuckerman schließlich über die Absage.