Thailand-Drama: Witwe des toten Höhlentauchers meldet sich mit bewegenden Worten

Die Rettung der in einer Höhle in Thailand eingeschlossenen Jungen forderte in der letzten Woche das Leben eines 37-jährigen Tauchers. Nun richtet seine Witwe bewegende Worte an die Öffentlichkeit.


„Wir haben uns jeden Tag, bevor er zur Arbeit ging, versichert, dass wir uns lieben“, sagte Waleeporn Kunan dem britischen Sender „BBC“. Auch am 6. Juli 2018, dem Tag, an dem Samarn Kunan nicht mehr nach Hause zurückkam. Der ehemalige Marinetaucher der thailändischen Spezialeinheit Navy Seals war einer der vielen Freiwilligen, die bei der Rettungsaktion der eingeschlossenen Fußballmannschaft halfen. Sein Tod sorgte für weltweites Mitgefühl – jetzt meldete sich auch seine Witwe mit emotionalen Worten auf Instagram.


Zur Erinnerung an ihren verstorbenen Mann postete Kunan auf ihrem Instagram-Kanal mehrere Bilder, dazu kommentierte sie: „Ich liebe Dich, Du bist mein Herz.“ Zudem fragt sie: „Wenn ich jetzt morgens aufwache, wen soll ich da küssen?“ Trotz des großen Schmerzes bittet sie um Folgendes: „Ich möchte den Jungen sagen: Macht euch keine Vorwürfe.“ Vor seinem letzten Tauchgang hatte er eine Videobotschaft verfasst. Darin versicherte der 37-Jährige: „Wir sehen uns heute Abend, wir holen die Kinder nach Hause.“

Das Team bei einem Gruppenbild nach der gelungenen Rettungsaktion. (Bild: AP Photo/Vincent Thian)

Die „BBC“ sprach auch mit dem Vater des Toten. „Ich bin sehr stolz, aber auch sehr traurig“, berichtet Wichai Kunan. Der Einsatzleiter Narongsak Osottanakorn beteuerte: „Samarn Kunan ist ein echter Held. Er gab sein Leben für die Sache.“ Mit dem Opfer, das er brachte, habe er allen anderen Mut für die Rettung gegeben. Wie die „Bangkok Post“ berichtete, wird die Familie vom thailändischen Staat nun eine Entschädigungssumme erhalten.


Die genauen Umstände des Todes von Samarn Kunan waren anfangs unklar. Der erfahrene Taucher brachte mit Sauerstoff gefüllte Pressluftflaschen in die Höhle zu den Eingeschlossenen. Denn die Experten befürchteten, dass die Atemluft in der Höhle für die Jungen und ihren Trainer knapp werden könnte. Dafür musste Kunan lange Wege durch extrem enge Gänge tauchen. Auf dem Rückweg verlor der erfahrene Taucher das Bewusstsein und wurde leblos im Wasser treibend gefunden. Am Freitag meldeten die Behörden dann, Kunan sei an Sauerstoffmangel gestorben.