Thailand öffnet nach 18 Monaten wieder Grenzen für geimpfte Touristen

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Touristen am Strand von Phuket (AFP/Mladen ANTONOV)

Zum ersten Mal seit 18 Monaten hat Thailand seine Grenzen für vollständig geimpfte Urlauber aus dem Ausland wieder geöffnet. An den Flughäfen der Hauptstadt Bangkok und der Ferieninsel Phuket trafen am Montag die ersten Urlauber ein. Der Betreiber der internationalen Flughäfen, Airports of Thailand, rechnet für den ersten Tag allein in Bangkok mit der Ankunft von 30.000 Passagieren.

Zugelassen sind vollständig gegen das Coronavirus geimpfte Touristen aus insgesamt 60 sogenannten Niedrigrisikoländern. Dazu zählen neben Deutschland und mehreren anderen EU-Ländern die USA, Großbritannien und China. Statt einer mindestens siebentägigen Hotelquarantäne müssen sie nach der Landung nur noch einen PCR-Test vornehmen lassen und das Ergebnis in einem von der Regierung dafür registrierten Hotel abwarten.

Der 55-jährige Deutsche Andre Winkler sagte, er sei sehr "glücklich", wieder in Thailand zu sein. Er und seine Partnerin fliehen demnach normalerweise sechs Monate vor der Kälte in Deutschland. Das letzte Mal sei dies 2019, "vor Corona", möglich gewesen. "Das ist zu lange her", sagte er der Nachrichtenagentur AFP.

Für Susanne Peter ist es die erste Reise überhaupt seit Beginn der Pandemie. Die 57-Jährige will mit ihrem Partner zunächst eine Woche auf Phuket bleiben und danach weiterreisen.

Die thailändischen Behörden hoffen, zunächst von den Reisenden zu profitieren, die dem Winterblues in ihren eigenen Ländern entkommen möchten. Für das kommende Jahr rechnen sie mit der Rückkehr von 10 bis 15 Millionen ausländischen Urlaubern sowie auf Einkünfte von mehr als 30 Milliarden Dollar.

Die Corona-Pandemie hat dem für die thailändische Wirtschaft bedeutenden Tourismus-Sektor schwer zugesetzt. Er erwirtschaftet normalerweise fast 20 Prozent des thailändischen Bruttoinlandsproduktes. Im Jahr vor der Pandemie verzeichnete das südostasiatische Königreich eine Rekordzahl von rund 40 Millionen Besucher. Im vergangenen Jahr verlor das südostasiatische Königreich dann wegen der ausbleibenden Urlauber aus dem Ausland rund 50 Milliarden Dollar an Einnahmen.

Regierungschef Prayut Chan-O-Cha hatte bei der Verkündung der Grenzöffnung eingeräumt, dass die Entscheidung zu einem Anstieg der Corona-Infektionen führen könnte. Doch sei es wichtig, den Menschen in Thailand wieder eine wirtschaftliche Perspektive zu geben. Derzeit verzeichnet das Land täglich rund 10.000 Neuinfektionen, während nur etwa 40 Prozent der Bevölkerung vollständig geimpft sind.

ans/bfi

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