Thailändische Jugend-Fußballer verlassen buddhistisches Kloster

Nach elf Tagen in einem buddhistischen Kloster haben die Mitglieder der aus einer überschwemmten Höhle geretteten thailändischen Jugend-Fußballmannschaft ihre Zeit als Mönchsnovizen beendet. Am Samstag verließen sie den Tempel in der Provinz Mae Sai

Nach elf Tagen in einem buddhistischen Kloster haben die Mitglieder der aus einer überschwemmten Höhle geretteten thailändischen Jugend-Fußballmannschaft ihre Zeit als Mönchsnovizen beendet. Am Samstag verließen sie den Tempel in der Provinz Mae Sai, in der sie sich zu Ehren des bei ihrer Befreiung getöteten Rettungstauchers aufgehalten hatten.

Angehörige und Freude erwarteten die Jungen in der Empfangshalle des Tempels vor einem großen Gabentisch mit einem Foto des toten Tauchers. Zum Abschied wurden die kahlrasierten Jungen von den Mönchen gesegnet. Thailand ist ein mehrheitlich buddhistisches Land, der Glaube spielt dort auch im Alltag eine große Rolle.

Das Team aus zwölf Jungen im Alter von elf bis 16 Jahren war am 23. Juni mit ihrem 25-jährigen Trainer in der Tham-Luang-Höhle nahe ihres Heimatorts von schnell ansteigenden Wassermassen eingeschlossen worden. Erst neun Tage später wurden sie gefunden und anschließend in einer dramatischen Rettungsaktion befreit.

An dem Einsatz beteiligten sich Elitesoldaten der thailändischen Marine ebenso wie Höhlentauchspezialisten aus aller Welt. Ein freiwilliger Retter, der ehemalige thailändische Soldat Saman Kunan starb, während er Sauerstofftanks in der Höhle anbrachte.

Nach ihrer erfolgreichen Rettung entschieden elf der Fußballer und ihr Trainer, als Zeichen ihres Respekts zeitweise in ein Kloster zu gehen. Dies ist in buddhistischen Ländern durchaus üblich. Der zwölfte Junge ist Christ. Während die jugendlichen Novizen das Kloster am Samstag verließen, blieb ihr Trainer Ekkapol Chantawong weiter dort. Als Erwachsener dient er als echter Mönch.