Thadeusz: Auf der Suche nach dem afrikanischen Weg

Wer in afrikanischen Ländern zu Besuch war, der spricht nicht mehr von „Afrika“. Warum wichtige Dinge oftmals ihre Zeit brauchen.

Wenn hinter Ihrem Schlafzimmer ein Flusspferd grast, dann klingt es, als würde ein Opa mit schlecht sitzenden Dritten eine Möhre kauen. Wenn am Kivu-See in Ruanda ein fliegender Wurm quälend langsam auf Sie zuhält, gegen Ihre Stirn prallt, um dann tot zu Boden zu fallen, dann kann man auf den Gedanken kommen, dass die Schöpfung keine durchgängige Erfolgsgeschichte ist.

Wer mehrfach in afrikanischen Ländern zu Besuch war, der spricht nicht mehr von "Afrika". Ich habe einmal einem ugandischen Bekannten gegenübergesessen und versucht, der bessere "Afrikaner" zu sein. Für wirtschaftlichen Aufschwung müsste auch Uganda den "afrikanischen Weg" gehen. Was denn das sein sollte, "der afrikanische Weg", fragte er zurück. Er ließ aufscheinen, dass einer von uns beiden in den USA Ökonomie studiert hatte. War für mich nicht nötig gewesen, denn ich hatte ja die Kraft meines Eifers.

Da meine Medienkollegen lieber darüber berichten, wie asoziale Linksradikale Hamburg abfackeln, ist eine gute "Wegbeschreibung" wenig beachtet worden. Der Bund Deutscher Industrie (BDI) und das Deutsche Institut für Entwicklungspolitik (DIE) haben vor drei Tagen einen gemeinsamen Fünf-Punkte-Plan vorgestellt. Wie sich afrikanische Staaten und die Länder der EU besser wirtschaftlich verpartnern könnten. Wie vor allem mehr Unternehmen ins Spiel kommen.

Statt staatliche Organisationen nur Hilfsgeld abwerfen zu lassen. Dabei sind der Wirtschaftsverband BDI und das industrieskeptische DIE üblicherweise so befreundet, wi...

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