Testspiel Hannover 96: Partie gegen Burnley abgebrochen

Zuletzt sorgten die Ultras von Hannover für einen Spielabbruch und damit negative Schlagzeilen. Präsident Martin Kind will Konsequenzen daraus ziehen.

Das letzte Testspiel der Saisonvorbereitung des Bundesliga-Aufsteigers Hannover 96 beim englischen Erstligisten FC Burnley ist nach Ausschreitungen einiger Gäste-Fans abgebrochen worden. Dies bestätigte die einheimische Polizei. Laut Angaben der Behörden hätten Hannover-Fans versucht, "Fans im Heim-Block und auch Polizisten und Ordner anzugreifen".

Die Anhänger der Niedersachsen rissen unter anderem Sitze aus den Verankerungen und warfen diese in Richtung Burnley-Block. Die Polizei griff ein, verhinderte ein direktes Aufeinandertreffen der Fangruppen und riet dem Schiedsrichter-Gespann in der Halbzeitpause zum Abbruch.

"Obwohl im Vorfeld der Partie aufgrund vorangehender Untersuchungen enorme polizeiliche Maßnahmen ergriffen worden waren, wurden von überall aus dem Land zusätzliche Ressourcen hinzugezogen, um weitere Ausschreitungen zu verhindern", sagte Polizei-Hauptkommissar Chris Bithell in einem Statement auf der Homepage des FC Burnley.

Hannover hatte zu diesem Zeitpunkt mit 0:1 in Rückstand gelegen. Verteidiger Ben Mee hatte für den Tabellen-16. der vergangenen Premier-League-Saison getroffen. "Es eine Schande, was passiert ist, aber es ist nicht zu ändern", sagte Burnleys Teammanager Sean Dyche: "Die Polizei hat sich für den Abbruch entschieden, und wir unterstützen das."

Hannover bestreitet seinen Pflichtspielauftakt am kommenden Sonntag (15.30 Uhr im LIVE-TICKER) im DFB-Pokal beim Bonner SC. "Schade, dass vielen Spielern die Möglichkeit genommen wurde, sich zu zeigen", zitierte die Bild-Zeitung 96-Trainer Andre Breitenreiter.