"Testament" des Attentäters aus Südfrankreich weist auf Verbindung zum IS hin

Französische Polizeieinheiten in Carcassonne

Nach dem Angriff mit vier Toten in Südfrankreich hat die Polizei bei einer Hausdurchsuchung in Carcassonne Hinweise auf eine Verbindung des Täters zur Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) gefunden. Es seien entsprechende Notizen entdeckt worden, teilte eine Quelle aus Justizkreisen mit. Die Ermittler hätten ein "handgeschriebenes Testament gefunden, in dem er sich zum IS bekennt", hieß es.

Der in Marokko geborene Franzose Radouane Lakdim hatte am Freitag zunächst ein Auto geraubt und dann in einem Supermarkt in der Stadt Trèbes mehrere Geiseln genommen. Bei der Angriffsserie starben vier Menschen, darunter der 25-jährige Attentäter, der sich als "Soldaten" der Dschihadistenmiliz bezeichnete. Die Ermittler suchten am Samstag neben einem Tatmotiv auch nach Hinweisen auf mögliche Komplizen Lakdims.

Der Angreifer war den Behörden wegen Verstößen gegen das Waffen- und Drogengesetz bekannt. Staatsanwalt François Molins sagte, er sei zudem wegen Verbindungen zur Salafisten-Szene ins Visier der Geheimdienste geraten. Es habe aber keine Anzeichen dafür gegeben, dass er zur Tat schreiten könnte.