Nach Test für VW: WRC-Comeback von Petter Solberg?

Petter Solberg testete in Schweden den neuen Volkswagen Polo GTI R5


Kehrt Petter Solberg in die Rallye-Weltmeisterschaft (WRC) zurück? Darüber darf zumindest spekuliert werden, nachdem der Weltmeister des Jahres 2003 am Sonntag ein kurzes Video auf seinem Twitter-Account veröffentlicht hat. "Ich schaue mir gerade die Rallye Monte Carlo an, und das hat mich nachdenklich gemacht", schreibt Solberg dazu und sagt in dem Video: "Bald gibt es Neuigkeiten."

Dieses Nachricht veröffentlichte Solberg sicherlich nicht zufällig einen Tag nachdem Volkswagen bekannt gegeben hatte, dass Solberg in Schweden den neuen Polo GTI R5 getestet hatte. Zusammen mit dem regulären VW-Testfahrern Marcus Grönholm und Pontus Tidemand hatte Solberg das Auto auf Schnee erprobt.

Volkswagen hatte angekündigt, den Polo R5 im August bei der Rallye Deutschland erstmals einzusetzen, jedoch noch keinen Fahrer bekanntgegeben. Mit Solberg, der seit vergangenem Jahr in der Rallycross-WM mit der Motorsportabteilung des deutschen Autobauers zusammenarbeitet, hätte Volkswagen ein überaus populäres Zugpferd für den ersten Rallyestart des neuen R5-Autos an der Hand.

Beim Test in Schweden saß neben Solberg Beifahrerin Veronica Engan im Auto, die normalerweise Solbergs 16-jährigen Sohn Oliver bei dessen Rallyestarts navigiert. "Es war fantastisch, wieder einmal hinter dem Lenkrad eines Rallye-Fahrzeugs zu sitzen und der Volkswagen-Familie zu helfen", sagt Solberg.

Getestet wurde an vier Tagen in der Nähe der schwedischen Ortschaft Kall. Bei Temperaturen von bis zu minus 15 Grad Celsius und vereistem Untergrund mit zahlreichen Schneebänken auf den knapp vier Kilometer langen Streckenabschnitten waren die Bedingungen ideal für einen Härtetest des Polo GTI R5.

"Es hat großen Spaß gemacht und es war ein toller Tag. Das Team hat hervorragende Arbeit geleistet und der Polo fährt sich fantastisch. Ich wäre am liebsten gar nicht mehr ausgestiegen", sagt Solberg. "Wir sind fast 300 Kilometer an einem Tag gefahren - das ist ein großer Unterschied zu dem, was ich aus der Rallycross-WM gewohnt bin. Ich habe die Erfahrung aus meinen Rallye-Jahren eingebracht, um mit den Ingenieuren an kleinen Veränderungen am Fahrzeug zu arbeiten."

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