Tesla veräußert 75 Prozent seiner Bitcoin-Bestände

Im April hatte Tesla in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht erklärt, man glaube an das langfristige Potenzial von Digitalanlagen. - Copyright: Thiago Prudencio/SOPA Images/LightRocket via Getty Images
Im April hatte Tesla in einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht erklärt, man glaube an das langfristige Potenzial von Digitalanlagen. - Copyright: Thiago Prudencio/SOPA Images/LightRocket via Getty Images

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Tesla hat einen Großteil seiner Bitcoins verkauft. Zum Quartalsende veräußerte der Elektroautobauer ungefähr 75 Prozent seiner Bitcoin-Bestände. Der Konzern hatte im letzten Jahr rund 1,5 Milliarden US-Dollar in Bitcoin investiert, einen Teil davon aber schon wenig später wieder veräußert. Im letzten Quartal war der Bitcoin massiv eingebrochen. Tesla sagte, der Verkauf habe den Cash-Bestand in der Bilanz im vergangenen Vierteljahr um 936 Millionen Dollar erhöht. CEO Elon Musk nannte den Verkauf eine Reaktion auf die schwierige Lage in Shanghai: "Es war angesichts der Ungewissheit durch die Covid-Lockdowns in China wichtig für uns, unsere Cash-Position zu maximieren."

Zudem teilte der US-Elektroautobauer eine Gewinnsteigerung mit. Im abgelaufenen Quartal hätten 2,26 Milliarden US-Dollar unter dem Strich gestanden, verglichen mit 1,14 Milliarden vor Jahresfrist. Der Umsatz sank im zweiten Quartal von 18,76 auf 16,93 Milliarden Dollar und verpasste damit die Erwartungen der Analysten. Tesla hat die Preise für seine Autos dieses Jahr mehrmals erhöht. Die Tesla-Aktien kletterten nachbörslich um rund vier Prozent. [Mehr bei HandelsblattSüddeutsche ZeitungCNBCBloomberg und Techcrunch]

Auf Gründerszene lest ihr heute: Das Berliner Startup Charles hat einen Weg gefunden, wie Onlineshops über Whatsapp mit ihren Kunden kommunizieren können. In dieser Woche holte sich Charles 20 Millionen Euro von VCs, auch aus dem Silicon Valley. Wir haben für euch die Präsentation, mit der die Gründer auf Investorensuche gegangen sind. [Mehr bei Gründerszene+]

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Der türkische E-Scooter-Anbieter Marti steht laut „Bloomberg“ unmittelbar davor, den Börsengang anzukündigen. Marti wäre das erste türkische Unternehmen, das über eine Spac-Fusion an die New Yorker Börse geht. Laut einem Insider soll der Deal zwischen Marti Technologies und Galata Acquisition Corp., einer in New York notierten Zweckgesellschaft, nach monatelangen Verhandlungen nun abgeschlossen werden. Die beiden Unternehmen lehnten es ab, sich zu der Fusion zu äußern. Die Marti-Flotte ist mit rund 55.000 Fahrzeugen die größte des Landes: Das Unternehmen vermietet derzeit Elektrofahrräder, Roller und Mopeds in 20 Städten in der Türkei. [Mehr bei Bloomberg]

Faze Clan, ein Spieleunternehmen, ist per Spac an der Technologiebörse Nasdaq gestartet. Das Unternehmen hatte bereits im vergangenen Herbst seine Pläne angekündigt, mit einem Wert von einer Milliarde US-Dollar per Spac an die Börse zu gehen. Seitdem hat der E-Sport-Spezialist seinen Vorstand mit Medien-Powerplayern wie der Chief Brand Officer von World Wrestling Entertainment und dem Rapper Snoop Dogg umgestaltet. Der neue Deal bewertete das kombinierte Unternehmen mit 725 Millionen Dollar, ein Rückgang von 275 Millionen Dollar gegenüber der zuvor erwarteten Bewertung. Die „FAZE“-Aktien verloren nach ihrem Debüt am Mittwoch fast 25 Prozent an Wert. [Mehr bei CNBCThe Verge und The Information]

Der niederländische Chipausrüster ASML hat einen neuen Rekord an Bestellungen verzeichnet. Chiphersteller haben im zweiten Quartal Equipment im Wert von 8,5 Milliarden Euro geordert. Vorstandschef Peter Wennink halbierte aber die Umsatzprognose für 2022: Die Erlöse würden nur noch um zehn Prozent klettern. Das ASML-Papier sank in Amsterdam zum Handelsstart um bis zu vier Prozent. Im Tagesverlauf stieg der Kurs um mehr als drei Prozent auf über 500 Euro. [Mehr bei Handelsblatt und Wall Street Journal]

Microsoft hat bekannt gegeben, viele offene Stellen zu streichen. Darunter fallen Jobs in seinem Azure-Cloud-Geschäft und bei der Sicherheitssoftware-Einheit. Das Unternehmen sagte, es würdige Stellenangebote, die bereits für offene Stellen gemacht wurden und werde einige Ausnahmen für kritische Stellen machen. Damit weitet Microsoft die im Mai bekanntgegebene Einstellungsverlangsamung aus, die hauptsächlich die Gruppen Windows, Office und Teams betrifft. [Mehr bei Bloomberg und CNBC]

Mark Zuckerberg, CEO von Meta, und Sheryl Sandberg, die im Juni ihre Position als Chief Operating Officer von Meta aufgab, werden in einem Gerichtsverfahren aussagen, in dem behauptet wird, Facebook habe illegal Benutzerdaten mit dem Forschungsunternehmen Cambridge Analytica geteilt. Nutzer hatten den Konzern verklagt, nachdem bekannt wurde, dass das britische Forschungsunternehmen Zugang zu den Daten von bis zu 87 Millionen Facebook-Nutzern erhalten hat. Das Unternehmen hatte sich mit dem Wahlkampfteam von Donald Trump zusammengetan, um Zugang zu den privaten Daten der Nutzer zu erhalten. [Mehr bei The Guardian und Bloomberg]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Bislang gab es bei Flink lediglich eine freiwillige Mitarbeitervertretung. Nun wollen Beschäftigte einen Betriebsrat durchsetzen. [Mehr bei Gründerszene]

Ihr wollt nichts verpassen? Dann abonniert doch unseren Gründerszene Newsletter! Der erscheint jeden Morgen um 8:30 Uhr und bringt euch alle wichtigen Neuigkeiten direkt ins Postfach.

Einen schönen Donnerstag!

Eure Gründerszene-Redaktion

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.