Tesla: Tag der Wahrheit – droht die nächste Enttäuschung?

Michel Doepke
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Tesla mit dem Rücken zur Wand

Showdown bei Tesla: In Kürze wird CEO Elon Musk die Verkaufszahlen zum vierten Quartal 2017 präsentieren. Zwar scheint der Konzern die Produktionsprobleme sukzessive in den Griff zu bekommen. Doch die Skepsis unter den Analysten wächst. So haben unter anderem die Experten von Cowen und der Analyst Gene Munster Bedenken geäußerst, was die kurzfristigen Produktionsziele von Tesla angeht.

Jeffrey Osborne von Cowen hält an dem Votum "Underperform" mit einem Kursziel von 170 Dollar fest. In den kommenden drei bis sechs Monaten stehe womöglich eine weitere Kapitalmaßnahme an. Osborne wird kritischer: Seine Prognose für das Model 3 korrigiert er um satte 75 Prozent auf lediglich 2.250 Stück für das vierte Quartal. Im Schnitt rechnen die Analysten mit 4.000 bis 5.000 ausgelieferten Fahrzeugen. Allerdings könnten die Auslieferzahlen der Modelle S und X die mögliche Enttäuschung beim Model 3 etwas abfedern, so Osborne.

Gene Munster ebenfalls skeptisch

Mit Gene Munster von Loup Ventures blickt ein weiterer Experte kritisch auf die bevorstehenden Zahlen. Er prognostiziert 2.500 ausgelieferte Model 3 im letzten Quartal des Jahres 2017. Und auch das Erreichen des ersten Produktionszieles des Model 3 im Jahr 2018 stehe laut Munster auf der Kippe. Vor 2019 rechnet Munster nicht mit dem Durchbruch des Model 3. Tritt dieser Fall ein, dürfte die namhafte Konkurrenz in Form von Daimler, BMW und Co den technologischen Vorsprung weiter aufholen.

Chartbild weiter angeschlagen

Zuletzt geriet die Tesla-Aktie gehörig unter Druck. Verfehlt Elon Musk erneut seine ambitionierten Ziele, dürften die Sorgenfalten der Investoren größer werden. DER AKTIONÄR rät bei dem spekulativen Papier vorerst an der Seitenlinie zu bleiben und klare positive charttechnische Impulse abzuwarten.