Tesla: Musk bewegt sich auf dünnem Eis – Aktie unter Druck

Michel Doepke
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Ist der Tesla-CEO wichtiger als Jobs, Zuckerberg und Bezos?

Der tödliche Unfall mit einem Tesla, bei dem das Fahrassistenzsystem "Autopilot" eingeschaltet war, sorgt weiter für Ärger. Denn das National Transportation Safety Board (NTSB) hat Tesla von der Untersuchung des Vorfalls ausgeschlossen. Tesla lässt das nicht auf sich sitzen und will sich nun über das für die Verkehrsaufsicht zuständige NTSB beim US-Kongress beschweren. Auch bei der Model-3-Produktion gibt es offenbar weiter Probleme, die Aktie des Elektroauto-Pioniers gab im freundlichen Gesamtmarkt nach und krachte erneut unter die wichtige 300-Dollar-Marke.

Der Krach zwischen Tesla und der zuständigen Behörde basiert einem Vorwurf, bei dem Tesla während der Ermittlungen Informationen zum Unfall veröffentlicht haben soll. Denn der Elektroautobauer hat den Fahrer des Unfallfahrzeuges als Schuldigen ausgemacht, sich dabei aber auf die eigenen Recherchen gestützt. Dünnes Eis. Wie das NTSB mitteilt, habe Tesla damit Informationen ohne Erlaubnis der Behörde publiziert.

Produktion des Model 3 im Fokus

Neben dem Unfall blicken die Anleger derweil weiter auf die Entwicklung rund um die Produktion des Mittelklassewagens Model 3. Tesla-Chef Elon Musk sagte gegenüber dem Sender CBS, dass es für Kunden, die bereits das Model vorbestellt haben, zu einer "Zeitverschiebung" von sechs bis neun Monaten führe. Drei Monate seien von diesem Zeitraum allerdings schon vergangen. Elon Musk beteuerte: "Sie werden ihr Auto definitiv bekommen."

Druck steigt, Aktie fällt

Der Streit mit der Verkehrsaufsichtsbehörde und die Musk-Aussagen im Interview mit CBS gießen frisches Wasser auf die Mühlen der Bären und haben die Aktie unter die wichtige Unterstützungszone im Bereich von 300 Dollar gedrückt. Im gestrigen Handel büßte die Aktie knapp 2,3 Prozent auf 294,08 Dollar ein. Das Sentiment bleibt vorerst bearish.