Tesla liefert die ersten Modelle seines Mittelklassefahrzeugs aus

Der US-Elektroautobauer Tesla sieht sich inmitten der ersten Auslieferungsphase seines Mittelklassewagens mit wachsenden Beschwerden von Beschäftigten über Löhne und Arbeitsbedingungen konfrontiert. In einem Brief an den Verwaltungsrat forderten jetzt Angestellte Auskunft über Pläne für die Lohnentwicklung sowie Arbeitsschutzmaßnahmen. Die Gehälter in der Tesla-Fabrik in Kalifornien sind verleichsweise gering, und es gibt viele Beschwerden über Arbeitsfunfälle

Der US-Elektroautobauer Tesla hat die ersten 30 Exemplare seines Mittelklassefahrzeugs Model 3 ausgeliefert. Unternehmenschef Elon Musk übergab die Autos am Freitagabend in Kalifornien den Käufern, die zum Großteil Mitarbeiter des Unternehmens sind. Die Produktion des jüngsten Tesla-Modells war vor drei Wochen angelaufen. Laut Musk sollen im August hundert Fahrzeuge vom Band laufen, für September seien etwa 1500 Autos geplant. Im kommenden Jahr sollen nach den Plänen des Unternehmens dann eine halbe Million Fahrzeuge produziert werden.

Musk sprach bei der Präsentation am Freitag im Tesla-Werk in Fremont von einem großen Tag für das Unternehmen. Mit dem Model 3 will der US-Hersteller den Massenmarkt erobern. Mit einem Startpreis von umgerechnet knapp 30.000 Euro soll es erschwinglicher sein als die bisherigen Tesla-Modelle, die im Luxussegment angesiedelt sind. Allerdings müssen sich die Kunden in Geduld üben: Laut Tesla liegen mehr als 500.000 Vorbestellungen vor, Interessenten müssen daher lange Wartezeiten einplanen.

Die Zukunft des 2003 gegründeten Elektroautobauers wird entscheidend vom Erfolg seines Mittelklassewagens abhängen. Zwar stieg Tesla zu einem der wertvollsten Autobauer an der US-Börse auf. Doch die Produktion war mit 84.000 Fahrzeugen im vergangenen Jahr sehr gering.