Tesla: Erst "pleite" und jetzt neue Hoffnung

Marco Bernegg
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Tesla-Aktie: Mega-Mutprobe

Tesla hat eine regelrechte Horror-Woche hinter sich. Die Negativ-Schlagzeilen häuften sich nur so an und der Aktienkurs fiel um in der Spitze um über 20 Prozent. Elon Musk bewies Galgenhumor und übertraf mit den heutigen Absatzzahlen die geringen Erwartungen. 

Am ersten April twitterte der Tesla-CEO: „Tesla ist bankrott.“ Er fügte hinzu: „Es gibt viele Aspekte einer Pleite und, wie Kritiker richtig angemerkt haben, erfüllt Tesla sie alle!“

Was offensichtlich als Aprilscherz gemeint war, wurde von einigen Marktteilnehmern als Verkaufsargument aufgefasst und ließ den Tesla-Kurs um weitere fünf Prozent absacken. Die große Rückrufaktion des Model S und neue Ergebnisse der Unfallanalyse des Model X (angeblich soll der Autopilot aktiv gewesen sein) könnten aber ebenfalls als Faktoren angeführt werden. 

Produktion läuft an

Vor wenigen Minuten wurden nun die Absatzzahlen für das erste Quartal bekannt gegeben. Insgesamt produzierte der Elektrobauer 34.494 Fahrzeuge, was eine 40-prozentige Steigerung im Vergleich zum vierten Quartal des vergangenen Jahres ist. Die größte Freude sollten Investoren jedoch über die Produktionszahlen des Model 3 gehabt haben. In den letzten sieben Tagen sind 2.020 Einheiten vom Band gelaufen. 

Damit wurde das Ziel von 2.500 wöchentlich produzierten Modellen zwar nicht erfüllt. Die Erwartungen waren in den letzten Wochen jedoch so gering, dass man dies schon als kleinen Erfolg verzeichnen kann.

Riskantes Spiel

Es scheint, dass sich die Gewitterwolken bei Tesla langsam wieder verziehen. Trotzdem warnt der AKTIONÄR vor einem Einstieg. Denn Musk muss nicht nur beweisen, dass er die Massenproduktion des Model 3 auf die Reihe bringt, sondern auch, dass er diese profitabel verkaufen kann. Daran bestehen aktuell noch Zweifel.