Tesla: Autopilot war während des tödlichen Unfalls in Kalifornien eingeschaltet

Tesla verteidigt Technologie für selbstfahrende Autos

Autobauer Tesla hat bestätigt, dass bei einem tödlichen Unfall mit einem Tesla Model X in Kalifornien vergangene Woche der Autopilot eingeschaltet war. In den Momenten vor der Kollision sei der Abstandsregeltempomat auf minimalen Abstand gestellt gewesen, teilte der Hersteller des Elektroautos in einem Blogeintrag am Samstag mit. Der Fahrer habe jedoch mehrere Warnsignale ignoriert.

Ein 38-jähriger Mann war am Freitag ums Leben gekommen, nachdem sein Tesla Model X auf der Höhe der Stadt Mountain View gegen eine Betonbarriere raste. Der Wagen ging in Flammen auf und wurde von zwei nachkommenden Autos erfasst.

Die Hände des Fahrers seien trotz mehrerer visueller und einer akustischen Warnung während der sechs Sekunden vor dem Aufprall nicht auf dem Lenkrad registriert worden, erklärte Tesla. Nach den Aufzeichnungen des Autos hätte der Fahrer trotz klarer Sicht nichts unternommen.

Der Autobauer fügte hinzu, dass die Betonbarriere nach einem vorherigen Unfall nicht ausgetauscht worden sei und deshalb das Auto besonders stark beschädigt wurde. "Wir haben noch bei keinem anderen Unfall so einen großen Schaden an einem Model X gesehen."

Tesla versuchte, etwaige Ängste vor der Technologie zu zerstreuen. Die US-Regierung habe vor einem Jahr festgestellt, dass der Autopilot die Unfallraten um bis zu 40 Prozent senken würde, hieß es.

Der Unfall ereignete sich in der gleichen Woche, in der ein selbstfahrendes Auto des Fahrdienstes Uber im US-Bundesstaat Arizona eine Passantin anfuhr und tötete. Uber setzte daraufhin sein Programm für selbstfahrende Autos aus.