Tesla-Aktie: Jefferies senkt den Daumen

Michel Doepke
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Tesla-Aktie: Jefferies senkt den Daumen

Tesla-Aktionäre haben derzeit Grund zur Freude: Im gestrigen Handel konnte die Aktie ein neues Rekordhoch bei 389,57 Dollar markieren. Heute drückt ein negativer Analystenkommentar aus dem Hause Jefferies auf die Stimmung. Und auch das Geschäft mit Stromspeichern drückt ein wenig auf die Stimmung.

Wie das Wirtschaftsmagazin Capital aus Branchenkreisen berichtet, habe Tesla bislang keinen einzigen des Solarspeichers „Powerwall 2“ nach Deutschland ausgeliefert. Dies sollte bereits im Mai geschehen. Auch im wichtigen US-Markt und in Australien läuft das Geschäft mit den Heimspeichern alles andere als rund. In der Branche heißt es, dass Tesla Partner und Kunden im Regen stehen lasse. Die mangelnde Zuverlässigkeit wirkt sich nicht gerade auf positiv auf potenzielle Anschlussgeschäfte aus, im Gegenteil. Allerdings ist das Geschäft mit Speichern aktuell nicht sonderlich en vogue. Der Anlegerfokus richtet sich weiter auf das Hochfahren der Produktion beim Model 3.

Jefferies skeptisch

Die US-Investmentbank Jefferies stuft in einer aktuellen Analyse die Tesla-Aktie mit „Underperform“ ein, das Kursziel beläuft sich auf lediglich 280 Dollar und damit rund 25 Prozent unter dem aktuellen Kurs. Philippe Houchois betont, dass Tesla vermutlich die Profitabilität nicht so schnell steigern kann, wie es sich die Börsianer erhoffen. Das liege sowohl am Produktmix, dem geringmargigen Geschäft mit Batterien sowie den steigenden Abschreibungen.

Aktie teuer

Durch das Rekordhoch ist Tesla erneut zum wertvollsten US-Autobauer aufgestiegen. Entsprechend groß sind auch die Vorschusslorbeeren. Wer die Tesla-Aktie besitzt, hält an ihr fest. Neueinsteiger bleiben trotz des starken Kaufsignals vorerst an der Seitenlinie.