Terrorverdächtiger aus Güstrow vorübergehend in Gewahrsam genommen

Die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern hat einen der drei unter Terrorverdacht stehenden Männer aus Güstrow erneut vorübergehend in Gewahrsam genommen. Wegen Verstoßes gegen die Meldeauflagen sei er am Samstagabend in seiner Wohnung aufgegriffen und auf Anordnung eines Haftrichters bis Sonntagnacht in Gewahrsam genommen worden, teilte das Innenministerium in Schwerin mit.

Er hatte demnach gegen die Auflage verstoßen, sich während der Dauer der Veranstaltung Hanse Sail in Rostock regelmäßig bei der Polizei zu melden. Das Innenministerium betonte zugleich, dass gegen den Güstrower kein dringender Tatverdacht vorliege. Zudem lägen in diesem Fall und darüber hinaus derzeit keine Erkenntnisse für eine mögliche Anschlagsgefahr in Mecklenburg-Vorpommern vor.

Der Deutsche und zwei Bosnier waren Ende Juli bei einem Antiterroreinsatz vorläufig festgenommen worden. Die Polizei stuft sie als Gefährder ein, denen ein Anschlag zuzutrauen ist. Die Bundesanwaltschaft verzichtete nach der Razzia aber darauf, Haftbefehl zu beantragen. Gerichte in Güstrow und Rostock wiesen Anträge des Landeskriminalamts Mecklenburg-Vorpommern auf Ingewahrsamnahme ab. Hintergrund war eine Fristüberschreitung. Die beiden Brüder aus Bosnien sollen abgeschoben werden.