Terre des Femmes fordert mehr Unterstützung für geflüchtete Frauen

Mehr Unterstützung für geflüchtete Frauen und Mädchen in Deutschland hat die Hilfsorganisation Terre des Femmes gefordert. "Geflüchtete Mädchen und Frauen gezielt zu fördern, um ihnen Bildung und damit Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu eröffnen, ist die Grundvoraussetzung für eine gelungene Integration", erklärte die Geschäftsführerin von Terre des Femmes Deutschland, Christa Stolle, am Dienstag in Berlin. Sie rief die neue Bundesregierung zu entsprechenden Anstrengungen auf.

"Frauen muss ermöglicht werden, unabhängig von Männern für den eigenen Lebensunterhalt aufzukommen, um selbstbestimmt, frei und gleichberechtigt leben zu können", verlangte Stolle. Nur so könne verhindert werden, "dass patriarchale Strukturen tonangebend sind, Mädchen Gewalt erfahren, früh- und zwangsverheiratet und von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen werden", hieß es weiter in einer Erklärung der Organisation.

Terre des Femmes hob hervor, die Förderung von Frauen sei entscheidend, um das Herausbilden von Parallelgesellschaften zu verhindern. Es gehe jetzt darum, die Weichen für die künftige Generation richtig zu stellen. "Wer über Bildung verfügt, weiß auch über seine Rechte Bescheid", erklärte dazu Stolle. Deshalb sei jeder Euro, den die neue Bundesregierung in Bildung und Berufsförderung geflüchteter Mädchen und Frauen investiere, gut angelegt.