Tenochtitlán - oder was die Europäer davon übrigließen

Seit ein paar Tagen zeigt das Museum des architektonischen Komplexes des Templo Mayor in der Azteken-Hauptstadt Tenochtitlán, heute Mexiko City, archäologische Funde, die während Restaurierungsarbeiten im historischen Zentrums entdeckt wurden. Dafür wurde das 30 Jahre alte Museum in sieben Jahren erweitert. Die Erdbeben im September hatten die Eröffnung verzögert.

El proyecto de recuperación de las calles aledañas al #TemploMayor y del #CentroHistórico continua para beneficio de visitantes y locales pic.twitter.com/rir7rhkVbh— Gobierno CDMX (@GobCDMX) 5. November 2017

Raúl Barrera, Archäologe:

“Für uns war das Wichtigste, das archäologische Erbe zu schützen und diese moderne Architektur an die Fundstücke anzupassen, ohne sie zu beeinträchtigen.”

Neu zu sehen sind Grabbeigaben, Teile prähispanischer Gottheiten, menschliche Knochen und eine Reihe von aufgespießten Schädeln, auch ein kreisförmiges Gebilde mit Schlangenkörpern, für verschiedene Zeremonien entworfen. Der Templo Mayor war das wichtigste religiöse Gebäude der vorspanischen Zeit in der aztekischen Hauptstadt.

Las esculturas de Chac Mool no son únicas del área maya, se han encontrado también en Tula, Ihuatzio y Templo Mayor. pic.twitter.com/EdexKR5KMC— INAHmx (@INAHmx) 2. November 2017

Erst vor knapp 40 Jahren hatten Arbeiter der Elektrizitätsgesellschaft beim Kabellegen den Templo Mayor eher zufällig entdeckt – obwohl man seit Beginn des 20. Jahrhunderts wusste, dass das religiöse Zentrum von Tenochtitlán unter dem kolonialen Zentrum von Mexiko-Stadt lag.

Conoce parte de nuestra historia en el #TemploMayor, lugar de visita obligada en nuestra #CDMX >> https://t.co/0mi1nLuU8L pic.twitter.com/ktVbyLnmUz— Gobierno CDMX (@GobCDMX) 5. November 2017

Vor 500 Jahren war Tenochtitlán nach der Niederlage der Azteken von den Eroberern aus Spanien fast vollkommen zerstört worden.

Nach Schätzungen sank die Einwohnerzahl der mexikanischen Urbevölkerung zwischen 1519 und 1565 von 25 Millionen auf 2,5 Millionen, vor allem aufgrund der von den Spaniern eingeschleppten Krankheiten, deren Auswirkungen durch Zwangsarbeit auf spanischen Latifundien oder in mexikanischen Minen noch verstärkt wurden.

su mit EFE