Tennis: Titelverteidiger Andy Murray scheidet in Wimbledon aus

Erschöpft: Andy Murray war am Ende völlig entkräftet

London.  Der Jubel über Johanna Kontas geschichtsträchtigen Sieg war erst wenige Stunden verklungen, da wechselte im All England Club in Wimbledon die Begeisterung in Enttäuschung. Andy Murray, Titelverteidiger aus Schottland, Weltranglistenerster und in den vergangenen Jahren die Zuverlässigkeit in Person, scheiterte überraschend am Einzug ins Halbfinale. Murray unterlag dem Amerikaner Sam Querrey sichtlich angeschlagen nach 2:42 Stunden 6:3, 4:6, 7:6 (7:4), 1:6, 1:6.

Seine Hüfte habe bereits "das ganze Turnier wehgetan", sagte Murray, suchte aber nicht nach Ausreden: "Ich habe nicht gut genug gespielt, um länger dabei zu bleiben. Sam hat am Ende großartig aufgeschlagen. Ich habe mein Bestes gegeben, bin stolz darauf, aber jetzt traurig, dass es vorbei ist."

Bezwinger Querrey gelingt Geschichtsträchtiges

Während der zweimalige Champion, der Anfang 2017 von der Queen zum Ritter geschlagen worden war, seinen Traum vom erneuten Titelgewinn begraben muss, betritt Querrey mit 29 Jahren Neuland. Beim 42. Anlauf erreichte er erstmals das Halbfinale bei einem der vier Grand-Slam-Turniere. Niemand zuvor in der Geschichte des Profitennis (seit 1968) hat mehr Versuche gebraucht. "Ich bin selbst noch schockiert. Halbfinale – ein Traum wird wahr", sagte Querrey nach dem Coup. Freitag spielt er gegen den Kroaten Marin Cilic um den Einzug ins Endspiel.

Murray (30) dagegen muss zuschauen, wenn die Runde der besten Vier ausgespielt wird. Das war ihm seit seinem ersten Halbfinaleinzug vor neun Jahren nur ...

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