Tennis: Wenn Scheitern zum Prinzip wird

Sabine Lisicki schuat wieder früh zu

New York.  Als Andrea Petkovic um die 20 war, hat sie die zehn Jahre älteren Kolleginnen oft schief angeguckt. "Ich fragte mich: Warum machen die das noch? Müssen die etwa ums Geld spielen", sagt Petkovic. In ein paar Wochen wird sie nun selbst 30 – und inzwischen glaubt sie die Antwort auf die Frage zu kennen, die sie einst stellte. "Ich mag immer noch die Herausforderung, ich liebe diesen Sport. Trotz aller Enttäuschungen, trotz aller Rückschläge", sagt die Darmstädterin, "das geht fast allen auf der Tour so."

Petkovic war einst die Anführerin im deutschen Damentennis. Wortführerin – und die erste dieser goldenen Generation, die in die Weltspitze vorpreschte, sogar unter die Top 10. Seit Jahren läuft sie nun schon den Erfolgen hinterher, sie war oft verletzt, oft auch zu kompliziert für das brutale Einzelkämpferinnen-Geschäft. "Ich habe immer noch Lust", sagt Petkovic, die ihr Erstrundenmatch bei den US Open gegen Jennifer Brady (USA) in drei Sätzen verlor.

Die Liebe zum Sport lässt sie nicht los

Niederlagen gehören zum Alltagsgeschäft für Petkovic. Oft weiß sie selbst nicht warum: "Ich spiele keineswegs grottenschlecht, oft fehlen nur klitzekleine Details. Oder ein Big Point, den ich nicht mache", sagt sie, "es ist frustrierend. Der Weg nach oben ist echt schwer geworden, aber ich will ihn noch mal gehen."

Sabine Lisicki wird in drei Wochen 28, auch sie war mal eine große Nummer, zwischenzeitlich auch die Beste in der deutschen Hackordnung. Tennis mit Lisicki war immer eine dramatische I...

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