Tennis: Scharapowa fühlt sich "ständig verletzbar"

Maria Scharapowa kann auf eine Wild Card für die US Open hoffen

Stanford.  Ihren krachenden Rückhandreturn die Linie entlang begleitete Maria Scharapowa mit einem langgezogenen "Ääääh". Und das auf allen Center-Courts der Welt bekannte Gestöhne der Russin klang irgendwie noch entschlossener als sonst. Fast so, als habe dieser von ihr so typisch verwandelte Matchball befreiende Wirkung für Geist und Seele gehabt.

Den aufbrandenden Jubel der Zuschauer im Taube Family Tennis Stadium auf dem Campus der Stanford University schien der Superstar jedenfalls noch ein bisschen mehr zu genießen als üblich. "Ich würde am liebsten jeden umarmen und mich bedanken. Die Stimmung war unglaublich", sagte Scharapowa sichtlich bewegt nach ihrem erfolgreichen Comeback und dem Achtelfinaleinzug in Stanford.

Das 6:1, 4:6, 6:0 gegen Jennifer Brady (USA) hatte für die 30-Jährige nach zweieinhalbmonatiger Pause wegen einer Oberschenkelverletzung eine besondere Bedeutung. Die teilweise euphorische Reaktion der Fans aber war für Maria Scharapowa, die Ausnahmespielerin und Werbe-Ikone mit Dopingvergangenheit, von unschätzbarem Wert.

15 Monate gesperrt wegen Meldonium-Missbrauchs

In ihrer zweiten Karriere, die im April nach einer 15-monatigen Sperre wegen Meldonium-Missbrauchs begann, wirkt die große Blonde aus Sibirien längst nicht mehr so eiskalt wie zuvor. Scharapowa gibt mehr von sich preis – und gewährt dabei sogar tiefe Einblicke in ihr Seelenleben. Wohl wissend um das Risiko, dass dabei ein Stück ihrer Unnahbarkeit auf der Strecke bleibt.

"Die Wahrheit ist: Ich fühle mich stän...

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