Tennis: Roger Federer: Der ewige Gärtner von Wimbledon

Roger Federer feiert seinen Sieg über Milos Raonic

London.  Als Roger Federer vor rund einem Monat auf dem Stuttgarter Weissenhof sein erstes Saisonspiel auf Rasen verlor, gegen den alten Freund Tommy Haas, geriet der große Plan des Maestros ein wenig in Zweifel. War der Verzicht auf die gesamte Sandplatzserie nicht eine Zockernummer, ein zu großes Risiko? Würde die mangelnde Matchpraxis nicht auch zum Verhängnis bei den weiteren Prüfungen auf den Tennis-Grüns? Doch nun, Mitte Juli, da es auf die Zielgerade des Grand Slam-Spektakels in Wimbledon geht, hat Federer sich und seinen Anhängern die Antwort gegeben – und wie.

Mit unnachahmlich magischem Touch, körperlicher Frische und imponierender Willenskraft spielte sich der 35-Jährige bisher ohne Satzverlust bis ins Halbfinale an diesem Freitag gegen den Tschechen Tomas Berdych. Niemand konnte ihn, den bisher siebenmaligen Wimbledon-Champion, auf dem Weg zum Traumziel stoppen. Zum achten Titel, zur neuen Rekordmarke, zur Vollendung des Aufschwungs in den späten Karrierejahren. "Ich spüre hier wieder eine außergewöhnliche Inspiration", sagte Federer nach dem Viertelfinalsieg gegen den Kanadier Milos Raonic. "Es ist auch das Gefühl, ein großer Teil der Wimbledon-Geschichte zu sein, das mich antreibt."

Nächster Gegner ist Berdych

Wer soll, wer kann den dynamischen, alterslos scheinenden Federer noch stoppen bei dieser historischen Titelmission? Als nächster muss es Berdych versuchen, aber wie so viele Kollegen hat auch er eine frustrierende Arbeitsbilanz gegen den Schweizer. Genau genommen lau...

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