Tennis: Roger Zverev trifft bei der WM auf sein Idol Roger Federer

Ein besonderer Tag für Alexander Zverev (l.): Beim Turnier in Montréal besiegte er sein Idol Roger Federer

London.  Es war in der heißen Vorbereitungsphase auf die Tennis-Weltmeisterschaft, als Alexander Zverev (20) auch mal wieder nach seinem Verhältnis zu Roger Federer (36) gefragt wurde. Zverev dachte einen Moment nach, dann sagte er etwas zögerlich: "Ich glaube, wir haben uns zuletzt ein wenig angefreundet", so Zverev, "wir mögen uns beide. Aber er ist für mich auch immer noch das große Idol. Der Größte überhaupt." Beim Laver Cup, einem vielbeachteten Schaukampf, hatten Zverev und Federer Ende September in Prag in einer Mannschaft gestanden, Federer machte sich damals sogar gelegentlich einen Jux daraus, den Jüngeren zu coachen. "Verrückt" sei das gewesen, sagt Zverev, "Federer als Trainer, der dir die Tipps ins Ohr flüstert."

Oft erlebt der Hamburger noch Lehrstunden

Nun ist der Spaß aber erst mal vorbei. Am Dienstagabend (21 Uhr, Sky) wird es ernst für Zverev und für Federer, dann stehen sich der starke deutsche Debütant und der sechsmalige Champion dieses Saisonfinales in London gegenüber. Es ist ein Showdown zweier WM-Auftaktsieger, ein Duell aber auch zweier prägender Spielertypen des Jahres. So wie sie oft in den vergangenen Monaten auf den weltweiten Center-Courts auftraten, so erschienen sie auch beim WM-Start: Federer als zupackender Souverän beim Zwei-Satz-Sieg über den Amerikaner Jack Sock. Und Zverev gegen den Kroaten Marin Cilic als Mann mit jugendlichem Sturm und Drang, als beeindruckender Fighter, der auch Widrigkeiten und Rückschläge auf dem Weg zum Happy End wegstecken k...

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