Ten-Kate-Zukunft weiter unsicher: Loris Baz verhandelt mit Barni-Ducati

Sebastian Fränzschky
·Lesedauer: 2 Min.

Loris Baz überraschte beim WSBK-Saisonfinale in Estoril mit der Aussage, dass die Zukunft von Ten-Kate-Yamaha unsicher ist (mehr Infos). Lange Zeit galt Baz als der Favorit für den zweiten Platz im Yamaha-Werksteam.

Als Andrea Locatelli den Zuschlag erhielt, sollte Baz' Vertragsverlängerung bei Ten Kate nur noch Formsache sein. Doch seitens des holländischen Teams wurde bisher keine Verlautbarung für 2021 gemacht. Deshalb verhandelt Baz mit anderen Teams.

"Es ist eine merkwürdige Situation. Ich bin es gewohnt, am Ende des Jahres in dieser Situation zu stecken. Doch wenn es ein Jahr gibt, in dem ich das nicht erwartet habe, dann dieses Jahr", bemerkt Baz, der mit der privat eingesetzten Yamaha R1 in diesem Jahr einige gute Ergebnisse erzielte.

Loris Baz fährt seit Sommer 2019 für Ten-Kate-Yamaha

Loris Baz fährt seit Sommer 2019 für Ten-Kate-Yamaha<span class="copyright">TenKateRacingSBK</span>
Loris Baz fährt seit Sommer 2019 für Ten-Kate-YamahaTenKateRacingSBK

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Beim Heimrennen in Magny-Cours erklärte Baz bereits, dass er 2021 mit einer werksunterstützten Yamaha R1 mit der aktuellen Spezifikation fahren wird. "Ich hatte im August beinahe alle Zusagen von Yamaha, dass alles geklärt ist. Doch aktuell ist nichts klar mit Ten Kate. Die Garantie besagte, dass ich ein besseres Motorrad bekomme als dieses Jahr. Ich sollte von Yamaha volle Unterstützung bekommen, was die Technik betrifft", so Baz gegenüber 'WorldSBK.com'.

In seiner WSBK-Karriere fuhr Baz bereits für das Kawasaki-Werksteam, Althea-BMW und Ten-Kate-Yamaha. In der Saison 2021 könnte ein weiterer Hersteller dazukommen. "Wir sprechen auch mit anderen Teams. Barni gehört dazu", deutet er einen möglichen Wechsel zum privaten Ducati-Team an.

"Momentan warten wir auch Neuigkeiten. Es ist keine einfache Situation und nicht der schönste Teil des Jahres für mich", gesteht Baz. "Ten Kate spricht zum Glück nach wie vor mit Sponsoren und die Barni-Option ist auch gut. Ich bin ziemlich zuversichtlich, dass ich mit einem guten Motorrad in der Startaufstellung stehen werde. Doch 100-prozentig sicher sein kann ich im Moment nicht."

Mit Bildmaterial von Barni Racing Team.