Tempelberg: Palästinenser wollen an Boykott festhalten

Trotz eines Entgegenkommens Israels wollen die Palästinenser an ihrem Boykott des Tempelbergs vorerst festhalten. Israelischen Medien zufolge wurden die neu angebrachten Überwachungskameras an den Eingängen zum Tempelberg abmontiert. Stattdessen sollten künftig andere hochmoderne Überwachungsmethoden eingesetzt werden, so die Regierung.

Responding to Israel’s decision, Temple Mount Authority ‘opposes any technological measures’ https://t.co/RBvLxa5d1n— Haaretz.com (@haaretzcom) July 25, 2017

In der Nacht hatten Polizisten bereits die umstrittenen Metalldetektoren wieder entfernt. Vorausgegangen waren Proteste der Palästinenser und internationale Vermittlungsbemühungen. Die Palästinenser reagierten zunächst skeptisch. “Wir werden weiter auf den Straßen und Plätzen in der Nähe der Moschee beten, jederzeit, solange bis wir wieder im Inneren der Moschee unsere Gebete sprechen dürfen.”

Der Tempelberg mit dem Felsendom und der Al-Aksa-Moschee ist die drittheiligste Stätte im Islam. Juden ist der Ort ebenfalls heilig, weil dort früher zwei jüdische Tempel standen. Die Klagemauer ist ein Rest dieser Tempelanlage.

#Netanyahu hat in #Tempelberg Krise eingelenkt. Der Frust unter den Palästinensern bleibthttps://t.co/fRAtWB2JfQ— Cicero Online (@cicero_online) July 25, 2017