Telekom prüft Kauf von Softbank-Anteil an T-Mobile: Kreise

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(Bloomberg) -- Die Deutsche Telekom AG führt Gespräche über ein mögliches Gebot für die 8,5%-Beteiligung der SoftBank Group Corp. an T-Mobile US Inc., berichten Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind. Damit würde die Bonner Firma engere Kontrolle über ihre profitablere US-Tochter erlangen.

Die Bedingungen eines möglichen Deals, einschließlich der Frage, ob die Deutsche Telekom für den gesamten Anteil bieten könnte, um eine Mehrheitsbeteiligung zu erlangen, seien noch nicht endgültig festgelegt worden. Auch sei noch keine feste Entscheidung für ein Gebot getroffen worden, sagten die Personen, die darum baten, nicht namentlich genannt zu werden, da die Gespräche privater Natur seien. Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Telekom, Tim Höttges, könnte Pläne zur Expansion in den USA auf dem Kapitalmarkttag am Donnerstag bekannt geben, teilte eine der Personen mit.

Vertreter der Deutschen Telekom und der SoftBank lehnten eine Stellungnahme ab.

Höttges hat die einmalige Chance, die Präsenz des ehemaligen Staatskonzerns in den USA zu erhöhen - zu einem Preis, der unter dem Marktpreis liegt. Im Jahr 2020 nahm SoftBank durch den Verkauf von T-Mobile-US-Aktien an institutionelle Anleger 14,8 Milliarden Dollar ein. Die Bedingungen des Deals gaben der Deutschen Telekom das Recht, einen Teil des verbleibenden Anteils von SoftBank zu einem Preis zu kaufen, der auf dem damaligen Kurs der T-Mobile-US-Aktie basierte. Seitdem ist die Aktie um mehr als 30% gestiegen und wird mit rund 135 Dollar (110 Euro) gehandelt. Die Deutsche Telekom hat bis Juni 2024 Zeit, die Optionen auszuüben.

Der japanische Konzern wurde im vergangenen Jahr Miteigentümer von T-Mobile US, nachdem der Netzbetreiber in eine 26,5 Milliarden Dollar schweren Transaktion mit der von der SoftBank kontrollierten Sprint Corp. fusioniert hatte. Der Anteil von SoftBank an dem neuen Unternehmen in Höhe von 8,5% wird zum letzten Schlusskurs der Aktie mit rund 14,3 Milliarden Dollar bewertet. Die Deutsche Telekom hält derzeit 43% an T-Mobile US.

SoftBank hat in den letzten zwei Jahren Vermögenswerte veräußert, um mit dem Geld Aktienrückkäufe zu finanzieren und Schulden zu tilgen. Der Technologie-Investmentgigant von Masayoshi Son hat in den letzten zwölf Monaten einen wirtschaftlichen Aufschwung erlebt, jüngst befeuert von Gewinnen bei SoftBanks Vision Fund Investmentarm, der vor einem Jahr die größten Verluste für das Unternehmen einfuhr.

Der Aufsichtsrat der Deutschen Telekom dementierte derweil in einer Mitteilung einen Bericht des Handelsblatts, das berichtet hatte, bei Vertretern von Arbeitnehmern und der Bundesregierung bestünden “starke Vorbehalte” gegen die Pläne von Vorstandschef Höttges.

Überschrift des Artikels im Original:Deutsche Telekom Is Said in Talks for SoftBank’s T-Mobile Stake

(Ergänzt um Softbank-Hintergrund ab fünftem Absatz)

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