Telefonieren ist bei Jugendlichen out

Jugendlicher mit Smartphone

Kinder und Jugendliche halten am liebsten per Messenger oder SMS Kontakt. Telefonieren ist out - außer, es handelt sich um wirklich Wichtiges. "Tippen und Texten empfinden gerade Jugendliche heute als einfacher und direkter", erklärte am Freitag Bitkom-Expertin Marie-Teresa Weber. Sei seien dabei unabhängig von der Erreichbarkeit des Kontakts und könnten Textnachrichten auch nebenbei leicht absetzen.

Für viele seien Textnachrichten außerdem weniger aufdringlich als ein Telefongespräch. "Per Telefon bespricht man heute vielfach nur noch wirklich wichtige Angelegenheiten und Intimes", erklärte Weber.

Der Digitalverband Bitkom ließ repräsentativ 926 Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis 18 Jahren befragen. Drei Viertel von ihnen sagten, sie hielten per Messenger oder SMS Kontakt zu ihren Freunden. Am beliebtesten ist WhatsApp. Den Chatdienst nutzen 90 Prozent aller Internetnutzer von zehn bis 18 Jahren, bei den über 16-Jährigen sind es 96 Prozent.

Ein eigenes Smartphone haben 73 Prozent der Zehn- bis Zwölfjährigen, wie die Bitkom-Umfrage ergab. Ab 13 Jahren gehört das Smartphone zur Standardausstattung. Persönliche Gespräche sind Kindern und Jugendlichen aber demnach weiterhin sehr wichtig: 68 Prozent sagten, sie hielten so Kontakt. E-Mails schreiben nur sechs Prozent, Briefe nur zwei Prozent.