Teile der Bayern-Ultras boykottieren das CL-Spiel gegen Anderlecht

Der FC Bayern München muss beim Champions-League-Spiel in Anderlecht wohl auf Teile der Fans verzichten. Eine Protestaktion wird es aber nicht geben.

Wenn der FC Bayern am 22. November in der Champions League beim RSC Anderlecht antritt , müssen die Münchner zumindest teilweise auf die Unterstützung ihrer Fan-Gruppierung "Schickeria" verzichten. Es geht mal wieder um überhöhte Ticketpreise.

"Ein Kartenpreis von 100 Euro für ein Vorrundenspiel ist für uns eine Unverschämtheit", teilten die Ultras im Spieltagsflyer Südkurvenbladdl mit: "Es wollen so viele Mitglieder unserer Gruppe diesen Preis nicht zahlen und dort nicht ins Stadion gehen, dass wir nicht unser normales Programm abspulen können und wollen."

Lob für Subventionierung

Die Ultras lobten zwar den FC Bayern dafür, dass der Klub die Ticketpreise teilweise übernehmen wird. Einige der 1.025 Karten für das Spiel in Anderlecht werden subventioniert und somit für nicht mehr als 70 Euro verkauft.

Dies ändere aber nichts "am allgemeinen Trend, Gästefans immer öfter mit übertriebenen Preisen zu konfrontieren", so die "Schickeria": "Wir konnten und wollten auch nicht wieder eine Protestaktion wie gegen Arsenal oder Paris machen, hoffen aber trotzdem, mit unserem Nicht-Auftreten nochmal eine Diskussion anzustoßen, eine Lösung für sozialverträgliche Eintrittspreise bei Europacupspielen anzustoßen."

Die Ultras erhoben sich in Paris gegen Preise von 75 Euro und kritisierten den FC Bayern, der ebenfalls zu viel Geld von Gästefans verlange. Anderlecht hat nun offenbar dem Fass den Boden ausgeschlagen.