Tegeler Forst: Schrottauto wird zum Fall für die Schrottpresse

Das Schrottauto steht im Tegeler Forst im Wasserschutzgebiet

Berlin.  Bereits seit mehreren Wochen steht ein türkisfarbener Opel Corsa im Tegeler Forst am Rande der Heiligenseestraße in einem Wasserschutzgebiet in Reinickendorf. Einige Scheiben sind eingeschlagen, das Auto von innen zugemüllt, von den Kennzeichen, wie die Morgenpost berichtete, keine Spur. Seit dem 24 Oktober klebt nun aber statt eines gelben Punktes ein roter auf der Windschutzscheibe – ein klares Zeichen dafür, dass der türkisfarbene Schandfleck bald entfernt wird.

Das Ordnungsamt meldet Fahrzeuge wie den Corsa dem Amt für regionalisierte Ordnungsaufgaben. Sechs Außendienstmitarbeiter gehen dann der Sache nach und verwarnen den Halter zunächst mit einem gelben Aufkleber und fordern ihn somit auf, das Fahrzeug unmittelbar zu entfernen. Ist das Fahrzeug noch fahrtüchtig, bleibt es bei dem gelben Punkt – holt der Halter es trotzdem nicht ab, wird es auf den Hof des Amtes gebracht und versteigert. In diesem Fall kann ein Bußgeld von bis zu 10.000 Euro fällig werden. Handelt es sich um ein nicht mehr fahrbares Auto, wie den Corsa, folgt nach einer gesetzlich einzuhaltenden Frist die rote Plakette – das Zeichen für ein Auto, das in der Schrottpresse landen wird. Einen Monat nach dem Aufkleben des roten Punktes hat der Halter noch Zeit, das Fahrzeug zu entfernen. Er muss zudem mit einem Bußgeld von bis zu 100.000 Euro rechnen. Im Fall des Corsas dürfte der Halter nicht zahlen können, soll es sich doch um einen Obdachlosen handeln.

Viele Morgenpost-Leser können kaum glauben, dass so vi...

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