Tegel dicht: So erlebte eine Berlinerin das Flughafen-Chaos am BER

ARCHIV - Der hell erleuchtete Berlin Brandenburg Airport Willy Brandt (BER) am 14.08.2012 in Schönefeld (Dahme-Spreewald). Hunderte Flugreisende haben am 29.08.2017 am Terminal des noch nicht eröffneten Berliner Flughafens BER festgesessen - Grund war die Entschärfung einer Weltkriegsbombe in Berlin-Spandau. Aus Platzmangel seien Maschinen direkt neben dem noch nicht eröffneten BER-Terminal geparkt worden, sagte ein Flughafensprecher. (zu dpa „Flugzeuge landen wegen Bombenentschärfung am BER-Terminal“ vom 30.08.2017) Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++

Was ein fröhlicher Tagesausflug nach Budapest werden sollte, entwickelte sich unvorhergesehen zur Strapaze. Gundi J. (72) aus Berlin-Lichtenrade war auf dem Weg zurück nach Berlin. Gemeinsam hatte sie dort mit vier Freundinnen den 80. Geburtstag einer der Frauen nachgefeiert.

Um 19.15 Uhr hob ihre Air-Berlin-Maschine in der ungarischen Metropole mit geringfügiger Verspätung ab, kurz nach 21 Uhr sollte diese dann in Tegel landen. Doch dann kam alles anders. Die Entschärfung einer 100-Kilo-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg auf dem Gelände der BMW-Motorradwerke in Spandau legte am Dienstagabend den Flugverkehr in Tegel lahm.

Landeverbot am Flughafen Tegel

Während der Mann von Gundi J. am Flughafen Tegel auf die Frauengruppe wartete und der Flug unverdrossen als "planmäßig" angekündigt wurde, drehte die Air-Berlin-Maschine bereits Schleife um Schleife über der Stadt. Zunächst hatte der Flugkapitän von einer Bombendrohung am Airport berichtet, die Maschine habe deshalb kurz vor der geplanten Ankunft um 21.07 Uhr Landeverbot erhalten.

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Nach etwa 40 Minuten drehte der Flieger dann wegen Kerosinmangels nach Schönefeld ab und landete gegen 22 Uhr auf einer Bahn des nicht eröffneten BER. In der Schlange der bereits wartenden Flugzeuge sei die Air-Berlin-Maschine die letzte gewesen, sagt Gundi J.

Der Kapitän hatte inzwischen die Passagiere beruhigen können, die Umleitung sei nicht wegen einer Bombendrohung, sondern wegen der En...

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