Tee-Genossenschaft aus Marseille will trotz Inflation Gewinn machen

Vor acht Jahren übernahm eine Gruppe Arbeiter eine Teefabrik in der Nähe von Marseille. Der ursprünglicher Eigentümer war der Unilever-Konzern, der die Produktion schließen wollte. Heute funktioniert die Firma als Genossenschaft und die Mitarbeiter sind stolz auf ihr ungewöhnliches Unternehmen.

Die Praktikantin Marie-Claire Amato sagt: "Eine Kooperative kämpft für eine Gesellschaft, in die Menschen als Menschen zählen. Sie sind dafür verantwortlich, dass die Firma funktioniert und nicht Aktienbesitzer oder sonstwer. Das ist mir wichtig, weil es die Tendenz gibt, Menschen nicht mehr ins Zentrum zu stellen. Wir müssen dahin kommen, dass die Dinge fairer werden."

Die neu Marke nennt sich 1336. Soviele Tage dauerte der Kampf der Arbeiter um ihre Firma gegen das drohende Aus.

Sechs Jahr lang ging es steil nach oben mit den Zahlen. Seit 2020 geht der Umsatz etwas nach unten. Für 2022 rechnet das Unternehmen wieder mit einem leichten Plus beim Gewinn. Der einzige Unsicherheitsfaktor: niemand weiß, wie sich die steigenden Lebenshaltungskosten auf die Nachfrage auswirken. Denn eines wird die Teegenossenschaft aus Marseille sicher immer bleiben: ein Nischenprodukt, das um den Platz im Markt kämpfen muss. Aber das sind die Arbeiter ja gewohnt....