WHO-Team landet nach erneutem Ebola-Ausbruch in Kongo

Im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo ist erneut Ebola ausgebrochen. An diesem Donnerstag ist deshalb ein Team der Weltgesundheitsorganisation in der Provinz Nord-Kivu gelandet. Das Problem: Die Lage dort ist aufgrund des Bürgerkrieges unübersichtlich.

In einem Interview mit Euronews zeigte sich Peter Salama, stellvertretender Generaldirektor der WHO, besorgt über die Sicherheit in der Provinz: "Es handelt sich dort um eine aktive Konfliktzone. Wir werden also wirklich medizinische Hilfe zwischen den Fronten leisten müssen, um diesen Ausbruch zu stoppen. Außerdem beschäftigt uns natürlich, dass die Provinz sehr nah an der Grenze liegt, in diesem Fall größtenteils die Grenze zu Uganda."

Im Kongo ist man nun besser auf Ebola vorbereitet

Erst vor wenigen Tagen war in Kongo ein Ebola-Ausbruch auf der anderen Seite des Landes für beendet erklärt worden. Jetzt ist die Krankheit erneut ausgebrochen. Dieses Mal sei man aber besser vorbereitet, heißt es von Salama: "Alle umliegenden Länder haben sich vorbereitet - mit Vorräten und Personal vor Ort. Sie sind also jetzt wesentlich besser darauf eingestellt als in der Vergangenheit."

Ausgerechnet in der Demokratischen Republik Kongo, die damals noch Zaire hieß, ist Ebola 1976 zum ersten Mal ausgebrochen. Die Krankheit wird über Blut und andere Körperflüssigkeiten übertragen. Wer mit Ebola infiziert ist, bekommt innere Blutungen und stirbt mit einer Wahrscheinlichkeit von 90 Prozent daran.