Team Jamaica schießt gegen US-Präsident Trump

Donald Trump steht mit immer mehr Sportlern auf Kriegsfuß. Nach dem offenen Protest in Football, Basketball und Baseball krachte der US-Präsident nun auch mit dem Olympia-Team von Jamaika zusammen.

Das Team Jamaica bei den Olympischen Spielen von 2016

Zahlreiche Sportler protestieren in den USA gegen Trump. Während dem Abspielen der US-Hymne gehen sie in die Knie und sprechen sich so stillschweigend gegen Rassismus und abfällige Kommentare von Trump aus.

Der US-Präsident reagierte per Twitter. “Selbst Usain Bolt, einer der größten Sprinter und Athleten aller Zeiten, hat der Nationalhymne RESPEKT gezeigt”, schreibt Trump zu einem Video, das Bolt dabei zeigt, wie er ein Interview unterbricht, um die US-Hymne nicht zu übertönen.


“Bitte halten sie unseren Boss da raus”

Das olympische Team seines Heimatlandes reagierte nun ohne große Umschweife auf den Tweet: “Bitte halten Sie unseren Boss aus ihrer Politik heraus“, schrieb Team Jamaica. Der Sprinter selbst hat sich noch nicht zum Thema geäußert.

Derweil weitet sich der Protest gegen Trump auch über die Grenzen des Sports aus. Die Take-A-Knee-Initiative hat mehr und mehr Unterstützer. Zwei Polizisten aus Chicago nahmen die Pose ein und ließen sich mit US-Aktivistin Aleta Clark fotografieren.


Hamilton schließt sich an

Ihren Ursprung hat die Aktion in der NFL. Der Footballer Colin Kaepernick, damals in San Francisco, ging 2016 beim Abspielen der US-Hymne in die Knie. Der Quarterback wollte damit ein Zeichen gegen Polizeigewalt gegenüber Schwarzen und Rassismus setzen.

Per Instagram schloss sich inzwischen auch Lewis Hamilton an. Der Formel-1-Fahrer postete jeweils Bilder von Kaepernick und auch Bürgerrechtler Martin Luther King, die die Pose einnahmen. Der Widerstand gegen Trump wächst.