Taxi-Verband kritisiert Car-Sharing-Modelle der Autokonzerne

dpa-AFX

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Präsident des Taxi- und Mietwagenverbands BZP, Michael Müller, hat sich skeptisch über die neuen Mitfahrdienste und Car-Sharing-Modelle von Auto- und Verkehrskonzernen geäußert. "Man muss sich anschauen, was die genau anbieten. Das ist meistens zeitlich und räumlich eng begrenzt nach dem Motto "Wenn es passt, machen wir es ein bisschen billiger"", sagte Müller der Deutschen Presse-Agentur. Schon das Risiko in den Randzeiten oder in den Vororten von Berlin wollten die neuen Anbieter nicht tragen, die zudem nicht kostendeckend arbeiteten. "Aber wir brauchen auch die Einnahmen aus den stärkeren Zeiten, um den gesamten Betrieb zu finanzieren."

Große Konzerne wie Daimler , Volkswagen oder die Deutsche Bahn haben in den vergangenen Monaten neue Mitfahrdienste auf die Straßen einiger Großstädte gebracht. Das traditionelle Taxigewerbe sieht sich deshalb neuer Konkurrenz ausgesetzt, nachdem der Europäische Gerichtshof gerade erst den US-Fahrdienstvermittler Uber in enge gesetzliche Schranken der Personenbeförderung verwiesen hat.