Tausende nehmen Abschied von plötzlich verstorbener Cranberries-Sängerin

Dolores O'Riordan im Juli 2016

Nach dem plötzlichen Tod der Cranberries-Sängerin Dolores O'Riordan haben im irischen Limerick tausende Menschen von ihr Abschied genommen. Die Mutter und die fünf Geschwister der Sängerin geleiteten ihren Sarg am Montag in die St. Josephskirche in der südwestirischen Stadt, wie der irische Rundfunksender RTE berichtete. Im Fernsehen war zu sehen, wie tausende Trauernde trotz Regens Schlange standen, um an O'Riordans offenem Sarg vorbeizuziehen.

Die Beisetzung von O'Riordan wurde für Dienstag angesetzt. Die Zeremonie in Ballybricken nahe Limerick sollte im kleinen Kreis mit etwa 200 geladenen Gästen stattfinden.

O'Riordan war am Montag vergangener Woche tot in einem Hotelzimmer in London aufgefunden worden. Die Ursache für den plötzlichen Tod der 46-Jährigen ist bislang nicht bekannt. Der Todesfall wurde nicht als verdächtig eingestuft, O'Riordan wurde aber am Freitag obduziert. Die vollständigen Ergebnisse der Autopsie sollen erst am 3. April vorliegen.

Der irische Premierminister Leo Varadkar hatte nach Bekanntwerden von O'Riordans Tod erklärt, die Sängerin sei "die Stimme einer Generation" gewesen. Die Cranberries hatten mit ihrem Song "Zombie" über den Nordirland-Konflikt einen Welthit gelandet, weitere Hits folgten. Die Gruppe verkaufte mehr als 40 Millionen Alben.

Nach O'Riordans Tod stiegen der Verkauf und die Abrufe von Songs der Cranberries in Großbritannien um tausend Prozent an. Wie der Branchendienst Official Charts mitteilte, stieg die Hit-Sammlung "Stars: The Best of 1992 - 2002" auf Platz 16 der Online-Albumcharts. Damit schnitt sie besser ab als bei ihrem Erscheinen 2002, als sie den 20. Rang belegt hatte.