Tausende Menschen in Australien protestieren gegen Impfpflicht für bestimmte Berufe

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Demonstration in Sydney (AFP/DAVID GRAY)

Tausende Menschen in Australien haben am Samstag gegen die Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen protestiert. In Melbourne machten die Demonstranten ihrem Ärger über die Maßnahmen der Regierung im Bundesstaat Victoria Luft. Sie forderten die Inhaftierung von Regierungschef Daniel Andrews.

In der Metropole Sydney versammelten sich nach Polizeiangaben rund 10.000 Menschen. Die Proteste verliefen jedoch friedlich. Ein Demonstrant hatte sich als der schottische Freiheitskämpfer William Wallace aus dem Film "Braveheart" verkleidet. Ein weiterer kostümierte sich als ehemaliger US-Präsident Donald Trump.

In Melbourne versammelten sich erstmals seit Beginn der Pandemie auch rund 2000 Menschen zu einer Gegendemonstration, um die Corona-Maßnahmen der Regierung zu verteidigen. "Alles, was getan wurde, wurde getan, um Leben zu retten", sagte die Demonstrantin Maureen Hill einem AFP-Reporter. Sie sei "angewidert" von den Protesten der Impfgegner.

Die Impfungen in Australien sind mit Ausnahme für bestimmte Berufsgruppen in bestimmten Bundesstaaten freiwillig. Landesweit sind fast 85 Prozent der Bevölkerung über 16 Jahren vollständig geimpft. In dem Land wurden seit Beginn der Pandemie mehr als 195.000 Infektionen und 1933 Todesfälle registriert.

gap/isd

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