Tausende Griechen demonstrieren gegen Corona-Impfpflicht für Gesundheitspersonal

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Demonstranten auf dem Syntagma-Platz in Athen (AFP/Louisa GOULIAMAKI)

Tausende Griechen haben in Athen gegen die Corona-Impfpflicht im Gesundheitsbereich demonstriert. Die Polizei setzte am Sonntag Tränengas ein, nachdem aus einer Gruppe von Demonstranten Steine und Flaschen in Richtung der Beamten geworfen wurden. Ein Sprecher schätzte die Zahl der Demonstranten auf rund 7000.

Ab Mittwoch ist die Corona-Impfung für alle Mitarbeiter in griechischen Krankenhäusern Pflicht. In Alten- und Pflegeheimen gilt die Impfpflicht bereits seit Mitte des Monats. Mit der Regelung reagiert die Regierung auf die Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus. Wer sich weigert, darf nicht mehr zur Arbeit kommen, zudem drohen Bußgelder.

Vor wenigen Tagen hatte die Regierung zudem striktere Corona-Maßnahmen für Ungeimpfte bei Freizeitaktivitäten und am Arbeitsplatz angekündigt. Ab dem 13. September ist der Zutritt zu Lokalen, Cafés oder Sportvereinen nur für Menschen gestattet, die entweder vollständig geimpft sind oder eine überstandene Infektion nachweisen können.

Corona-Tests, die bislang kostenlos waren, sollen zudem kostenpflichtig werden. Nicht geimpfte Angestellte im öffentlichen und privaten Sektor müssen sich künftig je nach Beruf ein- oder zweimal pro Woche testen lassen. Dasselbe gilt für Studenten.

Offiziellen Angaben zufolge sind etwa 5,6 Millionen der 10,7 Millionen Einwohner Griechenlands vollständig gegen das Virus geimpft. Die Regierung strebt eine Impfquote von 80 Prozent an.

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