„Tatort“ aus Ludwigshafen: Der Abschied von Kopper

In seinem letzten „Tatort“-Einsatz findet sich Mario Kopper (Andreas Hoppe) im Netz der Mafia. (Bild: SWR/Roland Suso Richter)

Nach über 20 Dienstjahren verabschiedet sich „Tatort“-Kommissar Mario Kopper mit einer letzten großen Inszenierung in den Ruhestand.

21 Jahre, 57 Folgen: Der Ludwigshafener Hauptkommissar Mario Kopper gehört du den dienstältesten Ermittlern im „Tatort“-Universum. Zu seinem Abschied wird er in der Folge „Kopper“ nach immer spärlicher werdenden Auftritten noch einmal in den Mittelpunkt gerückt.

Im Rahmens seines letzten Einsatzes findet sich Kopper (Andreas Hoppe) im Netz der sizilianischen Mafia wieder. Während sich ein Zeuge in der JVA Frankenthal umbringt, wird in einer Ludwigshafener Gaststätte ein zweiter Toter aus dem Mafia-Umfeld entdeckt. Und dann ist da noch Koppers alter, jedoch zwielichtiger Freund Sandro (Michele Cuciuffo) – ebenfalls in Mafia-Machenschaften verwickelt – der mithilfe des Ermittlers in ein Zeugenschutzprogramm entkommen will. Alle Fälle sind miteinander verbunden, und der Kommissar mittendrin.

Ausgenutzte Freundschaft: Sandro (Michele Cuciuffo) will mithilfe seines Kindheitsfreundes Kopper ins Zeugenschutzprogramm. (Bild: SWR/Roland Suso Richter)

Zwar behandelt der Ludwigshafener Tatort am Rande auch den größeren Rahmen, allen voran die Beziehungen zwischen der sizilianischen Mafia und der deutschen Wirtschaft, indem seit den Achtzigern anhaltende schmutzige Geschäfte mit Müll aufgedeckt werden. Primär geht es hier jedoch um ein persönliches moralisches Dilemma: Kann der gebürtige Italiener Kopper seinem alten Freund vertrauen? Und wie weit kann er aus Loyalität gehen?

Im Film erschießt Mario Kopper aus Notwehr ein Mitglied der sizilianischen Stidda und gerät damit selbst ins Visier von Polizei und Mafia. Von der Unschuld seines Freundes ist er auch immer weniger überzeugt. Es kommt, wie es kommen musste: Der Ermittler wird hintergangen, liefert sich eine Verfolgungsjagd mit Sandro und wird schließlich aus dem Dienst entlassen.

Das Ende der „Kopper“-Folge zeigt sich jedoch versöhnlich: Mit seiner Verlobten Maria (Marzia Tedeschi) macht es sich Mario Kopper in seiner neuen alten Heimat Italien gemütlich. Ein besseres Ende hätte man sich für den Kommissar kaum vorstellen können. Seine Kollegin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts) wird in Zukunft wohl zusammen mit Johanna Stern (Lisa Bitter) ermitteln.

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