Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes fortgesetzt

POTSDAM (dpa-AFX) -Die zweite Runde der Tarifverhandlungen des öffentlichen Dienstes der Länder geht weiter. Die Verhandlungspartner fanden sich am Freitag erneut in Potsdam zusammen, um über die Gehälter von Millionen Beschäftigten zu sprechen. Bisher blieben die Gespräche weitgehend ergebnislos. Die Gewerkschaften drängen auf mehr Tempo in den Verhandlungen.

Sie fordern 10,5 Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 500 Euro mehr. Das beträfe nach Angaben von der Gewerkschaft Verdi rund 1,1 Millionen Angestellte. Betroffen wären zudem rund 1,4 Millionen Beamte, auf die das Ergebnis üblicherweise übertragen wird.

Der Tag solle dazu genutzt werden, verschiedene Lösungsszenarien durchzusprechen und sich anzunähern, sagte der Vorsitzende des Beamtenbundes dbb, Ulrich Silberbach am Donnerstag. "Sollte das nicht passieren, dann werden wir natürlich die nächsten vier Wochen bis zum nächsten Verhandlungstermin massiv nutzen müssen, da den Druck weiter zu erhöhen", sagte Silberbach. Flächendeckende Warnstreiks könnten die Folge sein.

Die Länderseite betonte, dass die Ergebnisse für die Länder jedoch leistbar sein müssten. "Natürlich haben die Gewerkschaften gute Argumente, das haben wir denen ja auch gar nicht abgesprochen. Aber wir müssen halt feststellen, dass wir nicht das Geld haben, diese Forderung zu bedienen", sagte Andreas Dressel, Vorsitzender der Tarifgemeinschaft deutscher Länder vor Start der zweiten Runde.