Tanzbrunnen: Helge Schneider begeistert mit kindischem Quatsch und erstklassiger Musik

Man sah dem Entertainer die Lust an der Show an.

Helge Schneider ist ein Phänomen. Er schnallt sich vor Konzerten regelmäßig seinen Föhnfrisur-Vokuhila auf den Kopf, betritt die Bühne und verbindet kindischen Quatsch, erstklassige Musik und improvisierte Banalitäten zu einem Gesamtwerk, das viele unerträglich und ebenso viele überragend komisch finden.

Ein Auftritt als wahres Erlebnis für die Zuschauer

Und das schon seit 240 Jahren. Will er in der Ankündigung zu seiner aktuellen Tour zumindest glauben machen. Beim Jubiläum der "Singenden Herrentorte" am Freitagabend im Kölner Tanzbrunnen trägt Helge Schneider statt seiner Perücke zwar eine blaue Kappe, deren glitzernde Hässlichkeit schwer in Worte zu fassen ist, sein Auftritt bleibt ein Erlebnis für die Zuschauer.

Helge Schneider ist am Tanzbrunnen extrem gut drauf. Bei seinen Auftritten merkt man ihm meist an, ob er Lust hat oder nicht. In Köln scheint er große Lust zu haben. Der Jazz, den er mit seiner Band spielt, ist herausragend. Er singt seinen einstigen Sommerhit "Sommer, Sonne, Kaktus", spielt Lieder über das schöne Wetter in Köln und reißt bald darauf Witze über die im Regen stehenden Zuschauer.

Schneider macht ordentlich Boogie Woogie

Helge Schneider imitiert Udo Lindenberg meisterlich beim "Meisenmann", während sein ständiger Begleiter Sergej Gleithmann den Vogel mimt. Er bringt auch den Publikumsliebling "Es gibt Reis"  und macht an diesem Abend ordentlich Boogie Woogie. Er lässt seinen Schlagzeuger Peter Thoms nicht enden wollende Soli spielen und irgendwann singt er: "Es muss ein schöner Tag gewesen sein."

Sein eigener Auftritt trägt viel dazu bei. Die Debatte um die Dauer von Konzerten am Tanzbrunnen nimmt der Musiker dann auch noch auf und zeigt, wie viel Spaß er selber an seinem Konzert hat: "Um 22 Uhr muss leider schon Schluss sein, weil auf der anderen Seite wohnt ein Anwalt."...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta