Tanz im August: Amphibien beim Landgang: die Choreographin Lea Moro

Am 11. August beginnt „Tanz im August“. Mit einem Stück über Spaß ist die Berliner Choreographin Lea Moro dabei. Ein Treffen

Unerwartete Kombinationen sind Lea Moros Stärke, das Ineinander von Hochkultur und leichtgängigem Humor. Poptexte zu Vivaldi? Na klar! Und dazu Rollschuh fahren. Mahlers "Auferstehungssymphonie" und als Deko kitschig-goldene Plastikpalmen? Aber sicher! Albern könnte all das wirken. Tut es aber nicht. Lässig gebietet Lea Moro über Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung.

Vivaldi ist der Popstar unter den Klassikern – also ist's eine durchaus konsequente Lesart, seine "Vier Jahreszeiten" zum Musical zu transformieren. Und die Plastikpalmen, die in "(b)reaching stillness" zu Mahlers Pathosklang langsam luftleer in sich zusammensinken? Ein komisch-subtiles Sinnbild für das Werden und Vergehen, ein zeitgemäßes Memento mori.

Risikofreudig, selbstbewusst und lernbegierig

"Ich bin risikofreudig und baue mir gern meine eigenen Fallhöhen", stellt sich Lea Moro beim Gespräch denn auch als erstes vor. Herausforderungen zu schaffen und sich an ihnen zu beweisen, darin besteht für die in Berlin ansässige Schweizer Tänzer-Choreographin ein großer Teil ihres Vergnügens am Bühnenschaffen. Ein anderer ist das Lernen: Das Rollschuhlaufen etwa hat sich die passionierte Skifahrerin eigens für ihr Vivaldi-Musical "The End of Alphabet" beigebracht.

Wie man andere Menschen anleitet, lernte sie bei ihrer neuesten Produktion "FUN!": Zu fünft stehen sie dort auf der Bühne, die Choreographie ist aus gemeinsamer Recherche und Improvisation entstanden. Solch ein Prozess will gesteuert werden. Offenbar mi...

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