Taifun steuert vor Parlamentswahl am Sonntag auf Japan zu

Sturm steuert vor Wahl auf Japan zu

Einen Tag vor der Parlamentswahl in Japan steuert ein starker Taifun auf das Land zu. Der Sturm "Lan" erreichte nach Behördenangaben im Pazifik südlich von Japan am Samstag Geschwindigkeiten von über 250 Stundenkilometern. Meteorologen erwarten für den Wahltag am Sonntag im Großteil des Landes Regenfälle und starken Wind. Der Taifun könnte die Wahlbeteiligung, die bei vergangenen Wahlen ohnehin gering war, weiter verringern.

Der nationale Wetterdienst beschrieb "Lan" als "sehr stark", das Taifun-Warnzentrum der US-Marine bezeichnete den Sturm gar als "Super-Taifun". Ministerpräsident Shinzo Abe rief die Bürger im ganzen Land dazu auf, aufgrund des Unwetters frühzeitig wählen zu gehen. Abes Liberaldemokratische Partei (LDP) liegt in Umfragen deutlich vorne. Bei der vorherigen Parlamentswahl im Dezember 2014 war die Wahlbeteiligung mit etwas über 50 Prozent so gering wie noch nie gewesen.

Wähler auf abgelegenen Inseln im Süden des Landes, die voraussichtlich am Sonntag vom Sturm getroffen werden, durften ihre Stimme bereits abgeben. Am Montagmorgen (Ortszeit) könnte der Sturm direkt auf die Hauptstadt Tokio oder umliegende Regionen treffen.