An Tag zwölf im Dschungel verbringen Jenny und David den Qualentinstag zusammen

Gourmetdinner zum Qualentienstag mit Susi (Jenny), Strolch (David) und Sandwurm.

Im Yahoo-Special findet ihr die aktuellsten Geschichten rund um “Ich bin ein Star – Holt mich hier Raus!” und könnt abstimmen, wer Dschungelkönig/-in 2018 wird.

Sandwurm-Spaghetti, Lebensphilosophie, Crash-Kurs in empathischer Kommunikation: Tag 12 im Dschungelcamp. Die Schmerzgrenze bei Nichtraucher Daniele Negroni und Schlagersängerin Tina York ist erreicht, die beim Zuschauer jetzt auch. Spätestens.

Man könnte es spannend machen, die Information bis zum Schluss zurückhalten. Oder man kann sie direkt an den Anfang stellen, damit der härteste Schlag (jedenfalls für die Be- beziehungsweise Getroffene) am Anfang kommt.

Die besten Tweets zu Tag 12 im Dschungelcamp findet ihr hier

Wer musste gehen?

An Tag zwölf hat es – überraschend – Camp-Mutti Natascha Ochsenknecht eiskalt erwischt, heimliche Favoritin, in ihrem Kopf vermutlich bereits gefeierte Dschungelkönigin. Kein Schwein rief für sie an, keine Sau (jedenfalls kein Dschungelcamp-Zuschauer) interessiert sich künftig wohl noch für sie. Wir wünschen, sie kann dieses Trauma schnell überwinden. Ein Trost: Gehen durfte sie zumindest mit vollem Bauch.

Das Menü des Abends:

…bestand aus Fischaugen, fermentierten Enteneier an fein pürierten Maden abgeschmeckt mit Fliegen, Taube, fünf (toten, das muss erwähnt sein) Kakerlaken, aus Huntsmen-Spinnen, Motten und Sandwürmern: Für Katzen-Schwester Jenny Frankhauser und David Friedrich stand am “Qualentinstag” eine „festlich gedeckte“ Tafel bereit. Kommentar von Daniel Hartwich: „Es knistert nicht nur bei euch, es knackt sogar.“ Die Devise von Jenny F., die sich im Dschungelcamp vor allem von der berühmten Halbschwester Daniela Katzenberger emanzipieren will: “Einfach schlucken.“ Dafür gab es satte sieben Punkte. Applaus, Schwesterchen wäre stolz.

Und damit kommen wir direkt zur…

Gourmetkritik des Abends:

“Es hat wie abgelaufener Eiersalat geschmeckt.” Jenny hat viel mitgemacht in ihrem doch recht jungen Leben. Ab und an, dafür können die RTL-Zuschauer dankbar sein, spricht sie offen über ihre traumatischen Erlebnisse. Man fühlt mit, man lebt mit, man versteht sie, wenn sie tief in ihre Abgründe blicken lässt: Einmal, das gesteht sie nun, hatte sie „sooo Hunger“ und nicht mehr als abgelaufenen Eiersalat im Kühlschrank. „Dann habe ich den gegessen.” Einfach schlucken.

Der Psycho des Abends:

Wer selbst suchtanfällig ist, wird Mitgefühl aufbringen können. Doch beim Dschungelcamp gibt es dafür keinen Platz. Stattdessen kann sich der Zuschauer schadenfreudigst am Leid von Daniele Negroni, seines Zeichens nun Nichtraucher und gestraft mit härtesten Symptomen vom Nikotinentzug, laben.

Es waren Kleinigkeiten, die ihn schier zur Weißglut trieben: Weil David und Kattia ihn erst zur zweiten Nachtschicht am Lagerfeuer weckten, tickte er aus. Mount Negroni ist ausgebrochen, kommentierte Sonja Zietlow trocken. Kattia fand noch harschere Vergleiche: „schlimmer als eine schwangere Frau.” Nur eine erbarmt sich – und wagt die tiefgreifende Psychoanalyse. Negroni holt aus, erzählt vom Vater, den er nicht kennt, von tristen Zeiten im Heim. Und Ochsenknechts Diagnose? “Das erklärt einiges.“ „Das Einzige, das ich weiß, ist, dass er ‘ne schöne kleine Pizzeria hat”, verrät er dann.

Ochsenknecht rät nur, er solle seinem Erzeuger trotz allem eine letzte Chance geben, die Gelegenheit, seine Sicht zu erklären. “Hat er ja gemacht”, entgegnet Daniele tapfer, “in der Bild-Zeitung.” Ochsenknecht bleibt dabei: Der Vater muss her. “Stell dir mal vor, das pendelt sich ein, dann kannst du dein Leben lang kostenlos Pizza essen!”

Verliererin des Abends:

Tina York. Denn sie will nur eines: weg. „Ruft an, aber nicht für mich”, bettelt die Schlagersängerin (“Wir lassen uns das Singen nicht verbieten”). Doch sie muss bleiben. Womöglich die neue Favoritin?

Bitte, liebe Zuschauer, erlöst diese Frau, die mittlerweile über sich selbst sagt:”Wann immer ich in den Spiegel schaue, kommt mir das Grauen.”

Das Gespräch des Abends

..fand zwischen Kattia Vides und David Friedrich nachts in heimeliger Atmosphäre am Lagerfeuer statt. Kattia verliert sich in ellenlangen Monologen über Hausarbeit, über ihre Familie, über das Leben. Ihr Partner trägt einiges dazu bei, wenn auch nicht inhaltlich: „Ich hab keine Ahnung. Wie lange bleibt das denn so hell, das ist ja unglaublich.“

David kann Gesprächsführung, das ist gewiss. Und das weiß er auch: „Es ist absolut scheißegal, wie wichtig oder unwichtig ein Gespräch eigentlich ist, solange man richtig zuhört.“ Selbsteinschätzung? Kann er auch.

Kämpferin des Abends:

Jenny Frankhauser! Sie schlug nicht nur bei Spaghetti al Amore zu, sondern genoss eine nach Fisch und Urin (wie riecht eigentlich Fischurin?) stinkende Dusche. Keine biss mehr die Zähne zusammen, keine zeigte sich motivierter. Hut ab. Ein echter Erfolg, wenn auch ein sehr zweifelhafter. Fraglich, ob die Zuschauer auf Streberinnen stehen.

Das Beste an Tag zwölf? Er ist vorbei.

Vier qualvolle Tage stehen noch aus: Feuer frei für David Friedrich,Kattia Vides, Daniele Negroni, Jenny Frankhauser, Matthias Mangiapane und Tina York. Das groß Finale ist nah…

Nur eines bleibt zu sagen, ein wehmütiges Fazit von Tag zwölf: Es stammt von Philosophin Kattia: „Es ist geschehen, was geschehen-geschehen ist.“

Wer wird Dschungelkönig/-in 2018? Stimmt ab!

Fotos: Stefan Menne/RTL