TAG Immobilien AG: Wohnkostenquote in vielen ostdeutschen Städten niedriger als vor zehn Jahren

  • Verfügbares Haushaltseinkommen steigt vielerorts stärker als die Mieten
  • Durchschnittliche Wohnkostenbelastung in ostdeutschen Städten mit 17,5 Prozent (Chemnitz) bis 26,6 Prozent (Jena) in der Regel deutlich unter der 30-Prozent-Marke
  • Ostdeutsche Städte bieten damit nach wie vor attraktiven und bezahlbaren Wohnraum


  • Hamburg, 09. Januar 2018 – Die Wohnkostenquote ist in zahlreichen Städten Ostdeutschlands im Vergleich zum Jahr 2006 gesunken. Am stärksten fiel der Rückgang in Rostock und Chemnitz aus: Hier sank die Wohnkostenquote um vier beziehungsweise zwei Prozent. Damit sind die Mieten inklusive Nebenkosten in diesen Wohnungsmärkten langsamer gestiegen als das Haushaltsnettoeinkommen. Dies ermittelte der Wohnungsmarktbericht Ostdeutschland 2017 der TAG Immobilien AG, der die Wohnungsmärkte von insgesamt 27 ostdeutschen Städten untersuchte. In Rostock liegt die Wohnkostenbelastung bei durchschnittlich 20,9 Prozent des monatlich verfügbaren Nettoeinkommens pro Haushalt. Für Chemnitz beträgt dieser Wert 17,5 Prozent. In allen untersuchten ostdeutschen Städten, mit Ausnahme von Berlin, liegt die aktuelle Wohnkostenquote unter der 30-Prozent-Marke, die gemeinhin als Obergrenze für bezahlbares Wohnen gilt.

    „Ostdeutschland holt weiter auf: Wirtschaftswachstum und Zuzug gehen im Osten einher mit einer wachsenden Kaufkraft. Zugleich stiegen die Mieten bisher nur im moderaten Maße. So ist es zu erklären, dass die Wohnkostenbelastung in Ostdeutschland trotz höherer Mieten in den vergangenen Jahren häufig nicht gestiegen, sondern vielerorts sogar gesunken ist“, sagt Claudia Hoyer, Vorstand der TAG Immobilien AG. 18 von insgesamt 27 untersuchten Städten verzeichnen sinkende Wohnkostenquoten im Vergleich zum Jahr 2006. Neben Rostock und Chemnitz gehören unter anderem Halle an der Saale, Cottbus und Stralsund dazu. In Leipzig (-0,1 Prozentpunkte) und Dresden (+0,9 Prozentpunkte) blieb die Wohnkostenquote nahezu konstant. Die gestiegenen Quoten, unter anderem in Magdeburg und Weimar, liegen im Durchschnitt bei deutlich unter drei Prozentpunkten im Vergleich zum Jahr 2006.

    Eine Ausnahme in Ostdeutschland stellen Berlin und Potsdam mit Wohnkostenquoten in Höhe von 31,6 beziehungsweise 29,2 Prozent dar. In diesen beiden Städten betrug der durchschnittliche Anstieg der Wohnkostenquote in den vergangenen zehn Jahren 7,5 beziehungsweise 4,0 Prozentpunkte. In einigen Stadtteilen innerhalb des S-Bahn-Rings geben die Berliner bis zu 51 Prozent ihres Nettoeinkommens für die Wohnung aus, während konstante oder gesunkene Wohnkostenquoten meistens nur noch in den Berliner Außenbezirken zu finden sind.

    „In einigen deutschen Metropolen ist in zentralen Lagen eine deutlich erhöhte Wohnkostenbelastung festzustellen. Sie bestärkt uns in unserer Strategie, in ostdeutschen Mittelstädten mit hohem Wachstumspotenzial und steigender Kaufkraft zu investieren. Städte wie Greifswald und Freiberg, aber auch Brandenburg/Havel im Berliner Umland werden für Mieter an Attraktivität gewinnen, denn hier findet sich nicht nur Lebensqualität, sondern auch bezahlbarer Wohnraum“, ergänzt Hoyer.

    Wohnkostenbelastung in ausgewählten ostdeutschen Städten (Entwicklung von 2006 – 2017)
    Quelle: TAG Immobilien AG / Wohnungsmarktbericht Ostdeutschland 2017


    Hinweis: Die Wohnkostenquote basiert auf Berechnungen von Wüest Partner Deutschland für den Wohnungsmarktbericht Ostdeutschland 2017 der TAG Immobilien AG. Zur Ermittlung wurden die Median-Angebotsmieten auf PLZ-Ebene sowie GfK Haushaltseinkommen, die durchschnittliche Wohnungsgröße je Stadt und durchschnittliche Betriebskosten von EUR 3,00/m2 herangezogen.

    Der vollständige „Wohnungsmarktbericht Ostdeutschland 2017“ steht Ihnen kostenlos zum Download zur Verfügung: https://www.tag-ag.com/service/downloads/wohnungsmarktbericht/

    Über die TAG Immobilien AG

    Die TAG Immobilien AG ist ein im MDAX gelistetes börsennotiertes Unternehmen mit einer mehr als 125-jährigen Geschichte. Die Hauptstandorte sind der Großraum Hamburg und Berlin, die Region Salzgitter sowie Thüringen/Sachsen und Nordrhein-Westfalen. Insgesamt bewirtschaftet der Konzern mit seiner Wohnmarke TAG Wohnen aktuell rund 83.000 Wohnungen sowie dazugehörige Gewerbeflächen, Garagen und Pkw-Stellplätze. Ziel des Unternehmens ist es, die Wohnqualität für seine Mieter zu verbessern. So passt die TAG etwa ihre Bestände den modernen Wohnbedürfnissen an, engagiert sich im Umfeld der Wohnquartiere und fördert eine gute Nachbarschaft. Durch ein umsichtiges Management seiner Immobilien und eine zukunftsorientierte Entwicklung seines Portfolios senkt der Konzern kontinuierlich den Leerstand und steigert den Wert seines Gesamtportfolios.

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