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Tag der Arbeit mit hohem Konfliktpotenzial: Europaweite Kundgebungen am 1. Mai

Der Ärger über die Rentenreform ist bei vielen Menschen in Frankreich längst noch nicht verraucht. Und so versteht es sich fast von selbst, dass sich die Gewerkschaften auch für ihre Kundgebungen am heutigen 1. Mai den Protest gegen das von der Regierung gegen den Widerstand durchgedrückte Vorhaben auf die Fahnen geschrieben haben. Die Reform sieht unter anderem vor, das Renteneintrittsalter auf 64 Jahre anzuheben.

Laut Innenministerium sind bei den landesweit rund 300 Veranstaltungen 12 000 Polizeikräfte im Einsatz. Erwartet wurden bei den Märschen Teilnahmezahlen zwischen 500 000 und 650 000.

Portugal: Hohe Lebenshaltungskosten sorgen für Ärger

Auch in Portugal wurden für den Tag der Arbeit Großkundgebungen angemeldet. Anders als oft in Frankreich verlaufen die Demonstrationen dort meist friedlich. Zuletzt kam es in Portugal zu Arbeitsniederlegungen im Bildungswesen, der Anstieg der Lebenshaltungskosten und hohe Immobilienpreise sind weitere Themen des Mai-Feiertages.

Griechenland: Zugunglück wirkt nach

In Griechenland fordern die Gewerkschaften von der Regierung nach wie vor Antworten auf die Fragen, die das schwere Zugunglück Ende Februar aufwarf. 57 Menschen kamen dabei ums Leben. Für viele war der Zusammenstoß der beiden Züge bei Larissa ein Unfall mit Ansage, sie beklagen große Sicherheitsmängel im öffentlichen Verkehrsnetz des Landes.

In Deutschland spricht Bundeskanzler Olaf Scholz auf einer Veranstaltung des Deutschen Gewerkschaftsbundes in Koblenz.