Tag 7 der Berlinale: Ein buntes Potpourri an sehr speziellen Filmen

Victoria Timm
Freie Autorin für Yahoo Kino
Der Cast des Wettbewerbsfilms „Khook“ posiert bei der Premiere auf dem roten Teppich. (Bild: Getty Images)

Die Berlinale ist in vollem Gange – und das Treiben in der Hauptstadt wollte sich Willem Dafoe auch einen weiteren Tag lang nicht entgehen lassen. Nachdem der Hollywoodstar am Dienstag mit dem Goldenen Ehrenbären ausgezeichnet wurde, war am Mittwoch noch einmal das Scheinwerferlicht auf ihn gerichtet.

Im Kreuzberger Theater „Hebbel am Ufer“ fand ihm zu Ehren eine Veranstaltung unter dem Motto „A Journey Through Time with Willem Dafoe“ (dt.: Eine Reise durch die Zeit mit Willem Dafoe) statt. Beim Gespräch auf der Bühne gab sich der Hollywoodstar gelassen und fröhlich, und sprach offen über seine Karriere und Entwicklung.

Berlinale-Fans kamen am Mittwoch ganz auf ihre Kosten, denn es wurden sehr spezielle Filme gezeigt. Einer davon war „Mein Bruder heißt Robert und ist ein Idiot“, der die inzestuöse Liebe der jungen Zwillinge Elena und Robert erzählt. Während die Zuschauer sich hier auf schwere Kost einstellen mussten, gab es bei Regie-Kollege Steven Soderbergh etwas Außergewöhnliches zu sehen.

Hollywoodregisseur Steven Soderbergh und Claire Foy („The Crown“) amüsieren sich bei der „Unsane“-Premiere. (Bild: Getty Images)

Der Psychothriller „Unsane – Ausgeliefert“, der außerhalb des Wettbewerbs gezeigt wurde, wurde nämlich komplett mit einem Apple-Smartphone in nur zwei Wochen gedreht. „Die Technik schreitet voran und es reizt mich immer mehr, neue Möglichkeiten auszuprobieren“, kommentierte Soderbergh laut „heise.de“ seine Produktion. Der Film dreht sich um eine Frau (gespielt von Claire Foy), die in einer Psychiatrie nicht mehr zwischen Wahn und Realität entscheiden kann.

Beim Wettbewerbsfilm „Khook“ (dt.: Schwein) wiederum wurde es ziemlich schrill im Kinosaal. Die Satire des iranischen Regisseurs Mani Haghighi sorgte mit schwarzem Humor für Aufmerksamkeit. Im Film spielt Haghighi sich quasi selbst und erzählt die Geschichte eines narzisstischen und eitlen Filmemachers.

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Am Abend des siebten Berlinale-Tags drehte sich dann alles um den Nachwuchs, als die 99-Fire-Film-Awads verliehen wurden. Hier wurden die jungen Talente der Branche geehrt. Am Rande der Berlinale schlug Schauspieler Florian David Fitz ernste Töne an und äußerte sich gegenüber der „Deutschen Presse-Agentur“ zur „MeToo“-Debatte. Er sei sich nicht sicher, wohin das Ganze führen wird, finde es aber gut, dass es jetzt einen öffentlichen Druck gibt. Trotzdem: „Was es nicht ausräumen wird, das ist Machtmissbrauch. Das wird es immer geben. Und da weiß ich auch nicht, wie man dem beikommen soll.“

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