Tag 2 der Berlinale 2018: Robert Pattinson stiehlt allen die Show

Robert Pattinson bewarb den Western „Damsel“, in dem er die Hauptrolle spielt. (Bild: Reuters)

Die Berlinale als Ort des gepflegten Austauschs zwischen Cineasten? An dieser Vorstellung rüttelte an Tag 2 der Filmfestspiele der US-Schauspieler Robert Pattinson. Als ehemaliger Teenie-Schwarm sorgte der 31-Jährige am Freitag auch unter so manchen Erwachsenen für Verzückung.

Der letzte Twilight-Film liegt zwar schon sechs Jahre zurück. Wenn Robert Pattinson aber über einen Roten Teppich schreitet, und sei es der eines angesehenen Filmfestivals wie der Berlinale, sorgt das auch heute noch für Kreischalarm. Selbst seriöse Filmschaffende gerieten am Freitagabend beim Anblick des Darstellers in Wallung.

Nicht nur vor dem Theater am Potsdamer Platz, dem sogenannten Berlinale-Palast, traf der Schauspieler auf Fans, denen er im Übrigen ausgiebig Autogramme gab. Auch im Theatersaal, wo Pattinson unter seinesgleichen saß, verrenkten Frauen und Männer ihre Hälse, um ihn zu erspähen. Manche Promis ließen es sich nicht nehmen, ein Foto von dem Superstar zu machen – wie unter anderem dieses kurze Instagram-Video beweist:

Pattinson stellte seinen neuen Film „Damsel“ vor. In dem Western spielt er einen Geschäftsmann, der quer durch Amerika reist, um seine Traumfrau zu ehelichen. Einziges Hindernis an dem romantischen Unterfangen: Das Objekt seiner Begierde wurde gekidnappt. Pattinsons Figur muss die von Mia Wasikowska verkörperte Frau irgendwie aus den Fängen ihrer Entführer befreien.

Pattinson und seine Kollegin Mia Wasikowska auf dem Roten Teppich. (Bild: AP Photo)

Auf der Pressekonferenz zu dem Film ging es jedoch auch um gesellschaftspolitische Themen. Zur #MeToo-Debatte sagte Pattinson: „Wenn du das Gefühl hast, dass dir Unrecht angetan wurde, du nicht das Recht haben sollst, anderen Menschen davon zu erzählen und du zum Schweigen verdammt bist – dann gehört das zu den schlimmsten Sachen der Welt.“

Pattinson auf der Pressekonferenz zum Film „Damsel“. (Bild: AP Photos)

Dass sich nun so viele missbrauchte Frauen und Männer nach vorne wagen, findet er gut: “Es ist großartig, wenn jegliche Art von Damm bricht und Menschen… das Gefühl haben, in Sicherheit alles aussprechen zu können, was ihnen widerfahren ist. Das ist ziemlich cool.”

„Damsel“ mit Robert Pattinson ist für den Goldenen Bären als Bester Film nominiert.

Außerdem gezeigt wurde der Film „Las herederas“ („Die Erbinnen“), der das Schicksal dreier Frauen in Paraguay miteinander verflechtet. Zum Foto-Call fanden sich die Schauspielerinnen Margarita Irun, Ana Brun und Ana Ivanova ein.

Die Darstellerinnen von „Las herederas“ Margarita Irun, Ana Brun und Ana Ivanova. (Bild: AP Photo)