Tag 11 der Berlinale: Ruhiger Ausklang nach großer Gala

Victoria Timm
Freie Autorin für Yahoo Kino
Schauspieler Bill Murray auf dem roten Teppich der Berlinale. (Bild: Getty Images)

Das war’s: Die 68. Berlinale ist vorbei. Nach der großen Verleihung des Goldenen und Silbernen Bären am Samstagabend verlief der finale Tag der Filmfestspiele wie gewohnt etwas ruhiger.

Viele Partys nach der Preisverleihung gingen bis in die frühen Morgenstunden. Entsprechend ruhiger ging es am Sonntag bei den finalen Programmpunkten weiter. Der letzte Sonntag der Berlinale war ein Tag fürs Publikum, an dem man sich alle 19 Filme des Wettbewerbs noch einmal in Ruhe ansehen konnte, darunter natürlich auch der skandalöse Gewinner des Goldenen Bären, „Touch Me Not“, der Experimentalfilm der rumänischen Regisseurin Adina Pintilie und „Gesicht“, ein Film der polnischen Filmemacherin Małgorzata Szumowska, die den großen Preis der Jury bekam.

Während die meisten Filmemacher und Filmfreunde die Hauptstadt wahrscheinlich schon verlassen hatten, wurde im Rahmen der Berlinale Sonntagabend zum 33. Mal der Friedensfilmpreis vergeben. Die Preisverleihung fand im Hackesche Höfe Kino statt. In diesem Jahr ging er an den Dokumentarfilm „The Silence of Others“ der spanischen Regisseurin Almudena Carracedo und ihren amerikanischen Kollegen, den Emmy-Preisträger Robert Bahar.

1977 wurden per Gesetz die Verbrechen gegen die Menschlichkeit während der Franco-Diktatur vom spanischen Parlament amnestiert. Der Film erzählt von einer Gruppe von Menschen, Überlebende, Opfer und Juristen, die durch Aufarbeitung das staatlich verordnete Vergessen zu durchbrechen versucht. Carracedo und Bahar bekamen den Preis in Form einer Plastik des Künstlers Otmar Alt überreicht. Zusätzlich erhielten sie eine Urkunde zum Preisgeld von 5.000 Euro.

Regisseurin Almudena Carracedo und Robert Bahar bekamen bei der Berlinale 2018 den Friedensfilmpreis verliehen. (Bild: Getty Images)