Tafel, Quell, Mineral: Das steckt hinter den verschiedenen Wasserarten

Die verschiedenen Wasserarten können große qualitative Unterschiede haben. (Bild: Getty Images)

Wasser ist nicht gleich Wasser: Hinter den ähnlich klingenden Bezeichnungen verstecken sich oft ganz unterschiedliche Produkte. Das sind die wichtigsten Unterschiede.

Der Wasserkauf ist eigentlich ganz einfach – sollte man meinen. Dennoch steht man im Supermarkt oft vor einer Vielzahl unterschiedlicher Wasserarten, deren Unterschiede für den Normalverbraucher kaum ersichtlich sind. Dabei können die verschiedenen Bezeichnungen einige wichtige Informationen über Herkunft und Qualität des Wassers offenbaren.

Mineralwasser

Die meisten Menschen greifen im Supermarkt wohl zum Mineralwasser. Dieses Wasser stammt aus einem unterirdischen Vorrat und muss direkt am Quellort abgefüllt werden, um seine Reinheit zu bewahren. Während der Verarbeitung sind nur wenige Behandlungsverfahren erlaubt. So dürfen dem Wasser nur Schwefel, Eisen udn Manganverbindungen entzogen und Kohlensäure beigefügt werden. Meist wird das dann auch auf dem Etikett mit Hinweisen, wie „entschwefelt“ oder „mit Kohlensäure versetzt“ vermerkt. Wie der Name bereits verrät, besitzt Mineralwasser von Natur aus einen hohen Mineralstoffgehalt.

Quellwasser

Auch Quellwasser stammt aus einer unterirdischen Quelle, an der es direkt abgefüllt wird. Anders als Mineralwasser muss es jedoch nicht amtlich anerkannt werden, nicht ursprünglich rein sein und keine gleichbleibende Menge an Mineralstoffen enthalten.

Tafelwasser

Das günstigere Tafelwasser ist ein eher minderwertiges Trinkwasser, da es industriell hergestellt wird. Es darf nicht die Kennzeichnung „natürlich“ enthalten, da es keiner Quelle entnommen, sondern aus verschiedenen Wasserarten zusammengemischt wird. So kann Tafelwasser Mineral- oder auch einfaches Leitungswasser enthalten. Es kann mit verschiedenen Zusatzstoffen versetzt sein und muss nicht amtlich zugelassen werden. Hygienestandards und Trinkwasservorschriften müssen natürlich eingehalten werden.

Leitungswasser

Einfaches Trink- oder Leitungswasser wird größtenteils aus Grundwasser und Oberflächenwasser gewonnen. Es wird industriell aufbereitet, sodass sein Verzehr gesundheitlich unbedenklich ist. Sein Mineralstoffgehalt ist jedoch sehr niedrig.

Heilwasser

Heilwasser ist eine spezielle Unterart des Mineralwassers, bei dem eine von Natur aus vorbeugende, lindernde oder heilende Wirkung nachgewiesen sein muss. Es ist als Arzneimittel eingestuft und muss durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen sein. Jedoch kann man das Wasser bedenkenlos täglich konsumieren, wobei der Geschmack häufig gewöhnungsbedürftig ist. Spezielle Anwendungsgebiete und Verzehrempfehlungen hängen vom Mineraliengehalt ab und finden sich auf dem Etikett.

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